Stundenverrechnungssatz berechnen:Was eine Stunde in deinem Betrieb kosten muss
Rechne mit deinen eigenen Zahlen aus, welchen Satz dein Betrieb braucht. Dann verhandelst du ruhiger und musst nicht jede Anfrage annehmen.
- Keine Zeit für Kalkulation? Der Rechner braucht ein gutes Dutzend Zahlen. Die meisten stehen in deiner BWA oder Lohnabrechnung.
- Angst, zu teuer zu sein? Wer seine Untergrenze kennt, muss nicht raten und gibt nicht aus Unsicherheit Rabatt.
- Die anderen sind billiger? Deren Kosten kennst du nicht. Deine schon, und die müssen gedeckt sein.
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Kurz gesagt
Stundenverrechnungssatz berechnen heißt: Personalkosten der produktiven Leute plus Gemeinkosten des Betriebs plus Zuschlag für Wagnis und Gewinn, geteilt durch die Stunden, die ihr Kunden wirklich berechnen könnt. Der Knackpunkt sind die produktiven Stunden: Urlaub, Krankheit, Weiterbildung, Fahrzeiten und Werkstatt gehen ab. Wer mit allen bezahlten Stunden rechnet, setzt seinen Satz zu niedrig an und legt bei jedem Auftrag unbemerkt drauf.
Die Formel
Personalkosten plus Gemeinkosten plus Wagnis und Gewinn, geteilt durch die produktiven Stunden.
Produktive Stunden
Nur Stunden, die ein Kunde bezahlt. Urlaub, Krankheit, Schulung, Fahrten und Werkstatt gehen ab.
Gemeinkosten und Chef
Fahrzeuge, Werkstatt, Büro und dein Unternehmerlohn gehören hinein, auch wenn du ihn dir nicht auszahlst.
Deine Untergrenze
Unter dem Selbstkostensatz legst du drauf. Wer ihn kennt, verhandelt anders und sortiert Anfragen besser vor.
Wie kannst du deinen Stundenverrechnungssatz berechnen?
Mit dem Rechner unten: Trag deine produktiven Leute, ihre Löhne, die Gemeinkosten, deinen Unternehmerlohn und die Abzüge für Urlaub, Krankheit und Fahrten ein. Er zeigt dir den Netto-Satz, den Satz mit Umsatzsteuer und deine Untergrenze ohne Gewinn. Die Vorgabewerte gehören zu einem erfundenen Beispielbetrieb, nicht zu einem echten.
Stundenverrechnungssatz berechnen
Vorausgefüllt mit einem erfundenen Beispielbetrieb. Trag deine eigenen Zahlen ein.
Stundenverrechnungssatz netto
72,25 €
Untergrenze ohne Gewinn: 65,68 €
Mit 19 % Umsatzsteuer
85,98 €
so steht der Satz für Privatkunden da
- Personalkosten der produktiven Mitarbeiter
- 157.500 €
- Gemeinkosten inkl. Unternehmerlohn
- 150.000 €
- Selbstkosten pro Jahr
- 307.500 €
- Wagnis und Gewinn
- 30.750 €
- Nötiger Umsatz aus Arbeitsstunden
- 338.250 €
- Anwesenheitsstunden je Kopf
- 1.672 Std.
- Produktive Stunden je Kopf
- 1.338 Std.
- Produktive Stunden gesamt (3,5 Köpfe)
- 4.682 Std.
Material ist hier nicht enthalten. Den Materialeinsatz rechnest du getrennt, mit eigenem Zuschlag.
Unverbindliche Schätzung, keine Steuerberatung. Stand Oktober 2026.
Satz gerechnet, aber am Monatsende bleibt trotzdem zu wenig? Lass uns schauen, wo es hängt:
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Die meisten Zahlen findest du in drei Unterlagen: in der BWA oder dem letzten Jahresabschluss (Kosten), im Lohnjournal (Löhne und Arbeitgeberanteile) und in euren Stundenzetteln (wie viel Zeit wirklich beim Kunden verbracht wurde). Wenn du eine Zahl nicht kennst, schätz sie lieber vorsichtig zu hoch als zu niedrig und notier dir, dass du sie nachprüfen willst.
Netto rechnen
Welche Formel steckt hinter dem Stundenverrechnungssatz im Handwerk?
Stundenverrechnungssatz gleich Personalkosten plus Gemeinkosten plus Wagnis und Gewinn, geteilt durch die produktiven Stunden. Personalkosten sind Bruttolöhne der Leute, die beim Kunden arbeiten, plus Lohnzusatzkosten. Gemeinkosten ist alles, was der Betrieb sonst kostet, einschließlich deines Unternehmerlohns. Der Zuschlag sichert Rücklagen, Investitionen und das Risiko ab.
| Baustein | Was hineingehört | Wo du die Zahl findest |
|---|---|---|
| Personalkosten | Bruttolöhne der produktiven Leute plus Arbeitgeberanteile, Berufsgenossenschaft, Umlagen, Sonderzahlungen | Lohnjournal, Lohnabrechnung, Steuerberater |
| Gemeinkosten | Fahrzeuge, Werkstatt und Lager, Versicherungen, Büro und Verwaltungslöhne, Software, Telefon, Werbung, Steuerberater, Abschreibungen, Zinsen | BWA, Jahresabschluss |
| Unternehmerlohn | was du als Chef für deine Arbeit verdienen musst, auch ohne Lohnbuchung | deine eigene Rechnung: Leben, Vorsorge, Steuern |
| Wagnis und Gewinn | Zuschlag in Prozent auf die Selbstkosten | deine Entscheidung, z. B. mit dem Steuerberater |
| Produktive Stunden | Stunden, die Kunden bezahlen, je Kopf mal Zahl der Köpfe | Stundenzettel, Arbeitszeitmodell, Urlaubsplan |
Aufbau wie in den Kalkulationsschemata der Betriebsberatung der Handwerkskammern. Wie fein du aufteilst, hängt von deinem Betrieb ab.
Wenn du Material über einen eigenen Zuschlag abrechnest, deckt dieser Zuschlag einen Teil der Kosten für Einkauf, Lager und Transport. Was dort schon gedeckt ist, muss nicht noch einmal in den Stundensatz. Der Rechner oben rechnet nur den Stundensatz für die Arbeitszeit, Material bleibt draußen.
Manche Betriebe rechnen getrennte Sätze, zum Beispiel für Meister, Gesellen und Helfer oder für Werkstatt und Baustelle. Das ist genauer, aber auch aufwendiger. Für den Anfang reicht ein durchschnittlicher Satz für den ganzen Betrieb. Wenn du siehst, dass sich die Gruppen stark unterscheiden, kannst du später aufteilen.
Wie viele produktive Stunden hat dein Betrieb wirklich?
Weniger, als die Arbeitszeit vermuten lässt. Von den Arbeitstagen gehen Urlaub, Krankheit und Weiterbildung ab. Von den restlichen Stunden geht die Zeit ab, die kein Kunde bezahlt: Fahrten, Material holen, Lager, Aufräumen, Werkstatt, Nacharbeit. Was übrig bleibt, sind die produktiven Stunden. Nur durch sie kannst du deine Kosten teilen.
| Schritt | Beispiel je Kopf | Was du einsetzt |
|---|---|---|
| Arbeitstage Montag bis Freitag ohne Feiertage | 252 Tage | in Bayern 2026: 252 Tage (nach Kalender gezählt) |
| minus Urlaub | − 30 Tage | Urlaubsanspruch laut Vertrag oder Tarif |
| minus Krankheit | − 10 Tage | Durchschnitt deiner Leute der letzten Jahre |
| minus Weiterbildung | − 3 Tage | Schulungen, Unterweisungen, Prüfungen |
| = Anwesenheitstage | 209 Tage | |
| × bezahlte Stunden pro Tag | × 8 Std. = 1.672 Std. | laut Arbeitszeitmodell |
| minus nicht verrechenbarer Anteil | − 20 % = 1.337,6 Std. | aus euren Stundenzetteln: Fahrten, Lager, Werkstatt |
Die Werte in der mittleren Spalte sind erfundene Beispielzahlen, keine Richtwerte. Nur die 252 Arbeitstage sind für Bayern 2026 nachgezählt.
Woher du den nicht verrechenbaren Anteil bekommst
- 1
Stundenzettel sammeln
Nimm die Zettel oder die Zeiterfassung eines ganzen Jahres, damit Winter und Sommer drin sind. - 2
Verrechnete Stunden zählen
Wie viele Stunden stehen tatsächlich auf Rechnungen? Das zeigt deine Handwerkersoftware oder die Rechnungsablage. - 3
Vergleichen
Verrechnete Stunden geteilt durch Anwesenheitsstunden ergibt deine Quote. Der Rest ist der nicht verrechenbare Anteil.
Fahrzeit ist der große Unbekannte
Was gehört in die Gemeinkosten, und wo bleibt dein Unternehmerlohn?
In die Gemeinkosten gehört alles, was der Betrieb kostet und nicht direkt an einer Baustelle hängt: Fahrzeuge, Werkstatt, Versicherungen, Büro, Software, Steuerberater, Abschreibungen. Dazu kommt dein Unternehmerlohn. Als Inhaber eines Einzelunternehmens bekommst du keinen gebuchten Lohn, deine Arbeit muss aber trotzdem bezahlt werden. Sonst arbeitest du am Ende ohne Bezahlung.
Lohnzusatzkosten
Kalkulatorische Kosten
Verwaltung und Büro
Beim Unternehmerlohn hilft eine einfache Frage: Was müsstest du einem Meister zahlen, der deine Arbeit macht, also Baustelle, Angebote, Personal und Büro? Darunter solltest du nicht ansetzen. Arbeitest du selbst einen Teil der Zeit auf der Baustelle, zählen diese Stunden im Rechner bei den produktiven Stunden mit.
Wie sieht eine Beispielrechnung für einen kleinen Betrieb aus?
Nimm einen ausgedachten Betrieb mit drei Gesellen und einem Chef, der zur Hälfte selbst mitarbeitet. Alle Zahlen in der Tabelle sind erfunden und dienen nur dazu, den Rechenweg zu zeigen. Das ist kein Richtwert und keine Aussage darüber, was ein Betrieb in deinem Gewerk oder deiner Region verlangt oder verlangen sollte.
| Posten | Rechnung | Betrag |
|---|---|---|
| Personalkosten | 3 Gesellen × 42.000 € Bruttolohn × 1,25 (25 % Lohnzusatzkosten) | 157.500 € |
| Sonstige Gemeinkosten | Fahrzeuge, Werkstatt, Versicherungen, Büro, Abschreibungen | 90.000 € |
| Unternehmerlohn | kalkulatorisch | 60.000 € |
| Selbstkosten | Summe | 307.500 € |
| Wagnis und Gewinn | 10 % auf die Selbstkosten | 30.750 € |
| Nötiger Umsatz aus Arbeitsstunden | Selbstkosten plus Zuschlag | 338.250 € |
| Produktive Stunden | 1.337,6 Std. je Kopf × 3,5 Köpfe (Chef zur Hälfte) | 4.681,6 Std. |
| Selbstkostensatz | 307.500 € ÷ 4.681,6 Std. | 65,68 € |
| Stundenverrechnungssatz netto | 338.250 € ÷ 4.681,6 Std. | 72,25 € |
| mit 19 % Umsatzsteuer | für Privatkunden | 85,98 € |
Erfundene Beispielzahlen. Die Werte sind im Rechner oben vorausgefüllt, damit du sie Schritt für Schritt durch deine eigenen ersetzen kannst.
Derselbe Betrieb, falsch gerechnet
Rechnet derselbe ausgedachte Betrieb mit allen bezahlten Stunden, also 252 Tage mal 8 Stunden ohne jeden Abzug, kommt er auf 7.056 Stunden statt 4.681,6. Sein Satz sinkt dann rechnerisch auf 47,94 € netto. Mit diesem Satz würde er bei den Stunden, die er tatsächlich abrechnen kann, seine Kosten nicht decken, obwohl die Baustellen voll sind.
Welche Fehler machen Betriebe, wenn sie den Stundensatz im Handwerk berechnen?
Die meisten Fehler machen den Satz zu niedrig, nicht zu hoch. Am häufigsten fehlen die nicht verrechenbaren Stunden, der Unternehmerlohn oder ein Teil der Gemeinkosten. Oft wird auch einmal gerechnet und dann jahrelang nicht mehr angepasst, obwohl Löhne, Fahrzeuge und Versicherungen teurer geworden sind. Oder der Satz wird bei der Konkurrenz abgeschaut.
- Mit allen bezahlten Stunden rechnen statt mit den produktiven.
- Den eigenen Unternehmerlohn weglassen, weil er nicht als Lohn gebucht wird.
- Die Bürokraft und den Lagerplatz vergessen, weil sie keinen Kunden direkt betreffen.
- Lohnzusatzkosten nur mit den Sozialversicherungsbeiträgen ansetzen und Berufsgenossenschaft, Umlagen und Sonderzahlungen vergessen.
- Keinen Zuschlag für Wagnis und Gewinn einplanen. Dann fehlt das Geld für das nächste Fahrzeug und für schlechte Monate.
- Den Satz eines anderen Betriebs übernehmen, ohne dessen Kosten zu kennen.
- Brutto und netto mischen, zum Beispiel Kosten mit Umsatzsteuer eintragen.
Ein Stundenverrechnungssatz-Rechner wie der oben ersetzt keine Kalkulation mit dem Steuerberater. Er zeigt dir aber schnell, ob dein heutiger Satz grob passt oder ob du dir die Zahlen genauer anschauen solltest.
Was bringt dir der Stundensatz beim Verhandeln und bei Anfragen?
Ruhe. Wer seinen Satz und seine Untergrenze kennt, weiß, wann ein Rabatt noch geht und wann nicht. Du musst nicht jede Anfrage annehmen, nur weil der Kalender eine Lücke hat. Und du kannst Kunden erklären, was in einer Stunde steckt, statt dich zu rechtfertigen. Das verändert Gespräche über den Preis spürbar.
Mit bekanntem Satz
- Du weißt, wo deine Untergrenze liegt.
- Du gibst Rabatt bewusst, nicht aus Unsicherheit.
- Du erkennst, welche Aufträge sich nicht rechnen.
- Du kannst Kunden zeigen, was in der Stunde steckt.
Ohne bekannten Satz
- Der Preis richtet sich nach dem Bauchgefühl im Gespräch.
- Jede Lücke im Kalender fühlt sich nach Zwang an.
- Kleine Aufträge mit langer Anfahrt fressen den Gewinn.
- Erst am Jahresende zeigt sich, ob es gereicht hat.
Dein Satz hilft auch, Anfragen vorzusortieren: Passt der Auftrag nicht zu deinem Preis, weil der Kunde nur das billigste Angebot sucht, ist eine freundliche Absage oft besser als ein Auftrag mit Verlust. Wie du solche Anfragen früh erkennst, steht unter Anfragen vorsortieren. Und damit ein Angebot zum richtigen Preis nicht still in der Schublade des Kunden versandet, hilft eine feste Routine zum Angebote nachfassen.
Wer seinen Satz kennt, kann auch nüchtern rechnen, was eine bezahlte Anfrage kosten darf. Das hilft zum Beispiel bei der Frage, ob sich Handwerkerportale für dich rechnen. Einige Handwerkskammern bieten außerdem Flyer an, die Kunden erklären, was in einer Handwerkerstunde steckt. Frag bei deiner Kammer nach.
Wer hilft dir beim Kalkulieren, und wann liegt das Problem woanders?
Für die Kalkulation selbst sind Steuerberater und die Betriebsberater der Handwerkskammern die richtige Adresse. Die Kammern beraten ihre Mitglieder auch zu Kostenrechnung und Kalkulation, bei vielen ohne Kosten. Stimmt dein Satz, und es bleibt trotzdem zu wenig übrig, liegt der Engpass meist an anderer Stelle im Ablauf.
| Wenn das stimmt … | … liegt es eher an | Nächster Schritt |
|---|---|---|
| Satz zu niedrig gerechnet | der Kalkulation | Zahlen mit Steuerberater oder Betriebsberater der Kammer prüfen |
| Satz stimmt, aber zu wenige verrechnete Stunden | Auslastung, Wegen, Leerlauf zwischen Baustellen | Stundenzettel auswerten, Touren und Planung anschauen |
| Satz stimmt, aber viele Angebote gehen verloren | Nachfassen oder unpassenden Anfragen | Liste offener Angebote, Gründe für Verluste notieren |
| Satz stimmt, aber es fehlen Leute für die Aufträge | Mitarbeitersuche, nicht am Preis | Engpass bei den Mitarbeitern angehen |
Genau diese Frage, an welcher Stelle es wirklich hängt, ist der Kern meines Engpass-Systems. Die Kalkulation mache ich nicht für dich, dafür sind Steuerberater und Kammer da. Ich schaue mit dir auf den Weg vom ersten Kontakt bis zum bezahlten Auftrag und darauf, wo dort Stunden und Aufträge verloren gehen. Wie das mit den anderen Stationen zusammenhängt, steht unter Kunden gewinnen. Ob es bei dir am Preis, an den Anfragen oder an den Leuten hängt, klären wir im kostenlosen Engpass-Check.
Kann ich mir das fördern lassen?
Ja, wenn dein Betrieb die Voraussetzungen erfüllt: Die Beratung mit deinem Team kann über das INQA-Coaching bis zu 80 % gefördert werden. Über den Beratungsscheck (INQA-Coaching-Scheck) entscheidet die regionale Beratungsstelle nach einer kostenlosen Erstberatung.
INQA-Coaching: bis zu 80 % gefördert
Die Prozessarbeit mit dir und deinem Team kann über das Bundesprogramm INQA-Coaching bis zu 80 % gefördert werden, wenn dein Betrieb mindestens eine Vollzeitkraft hat, seit mindestens zwei Jahren am Markt ist und weniger als 250 Leute beschäftigt.
INQA-Coaching mit mirEhrlich zum Geld
Du zahlst die Rechnungen zuerst selbst. Nach Abschluss stellst du den Erstattungsantrag und bekommst 80 % des förderfähigen Netto-Honorars zurück. Förderfähig sind höchstens 1.200 € netto je Beratertag, was darüber liegt, trägt dein Betrieb selbst. Abschlagszahlungen nach Phasen verteilen die Vorfinanzierung. Fahrtkosten sind nicht förderfähig.
Förderung und EigenanteilUmsetzung ist extra
Website, Vorauswahl, Automatisierung oder Zahlen-Übersicht baue ich auf Wunsch danach als eigenes, selbst bezahltes Angebot. Das ist nicht Teil der Förderung, und du kannst es auch an jemand anderen vergeben.
UmsetzungBeim Stundensatz heißt das: Die Kalkulation selbst ist kein Thema des geförderten Coachings, dafür sind Steuerberater und Kammer da. Im INQA-Coaching geht es um die Abläufe dahinter, zum Beispiel wie Anfragen vorsortiert werden, wer Angebote nachfasst und auf welche Zahlen ihr künftig schaut, etwa verrechnete Stunden je Woche.
Wie läuft die Zusammenarbeit mit mir ab?
- 1
Kostenloser Engpass-Check
In 10 bis 15 Minuten klären wir, ob es eher an Kunden oder an Mitarbeitern hängt und was der nächste kleine Schritt ist.
- 2
Engpass finden
Gespräch mit dir, kurze anonyme Befragung im Team, Blick auf die Abläufe. Am Ende steht ein Engpass, nicht zehn.
- 3
System bauen
Wir erarbeiten die Lösung mit deinem Team, gern im INQA-Coaching mit bis zu 80 % Förderung. Die Umsetzung gibt es auf Wunsch extra.
- 4
Messen
Wenige Zahlen, auf die du schauen musst. Daran siehst du, was wirkt, und wo der nächste Engpass liegt.
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Häufige Fragen: Stundenverrechnungssatz berechnen
Wie berechne ich den Stundenverrechnungssatz?
Zähle Personalkosten der produktiven Leute, Gemeinkosten des Betriebs samt deinem Unternehmerlohn und einen Zuschlag für Wagnis und Gewinn zusammen. Teile die Summe durch die Stunden, die ihr im Jahr wirklich beim Kunden abrechnen könnt. Das Ergebnis ist dein Netto-Stundensatz, für Privatkunden kommen 19 % Umsatzsteuer dazu.
Was ist der Unterschied zwischen Stundenlohn und Stundenverrechnungssatz?
Der Stundenlohn ist das, was dein Geselle brutto für eine Stunde bekommt. Der Stundenverrechnungssatz ist das, was du dem Kunden für diese Stunde berechnest. Er muss zusätzlich Lohnzusatzkosten, bezahlte Stunden ohne Kunden, Fahrzeuge, Werkstatt, Büro, deinen Unternehmerlohn und einen Gewinn tragen. Deshalb liegt er deutlich über dem Lohn.
Wie viele produktive Stunden hat ein Mitarbeiter im Jahr?
Das hängt von deinem Betrieb ab: Urlaubsanspruch, Krankheitstage, Schulungen, Fahrwege und wie viel Zeit in Lager und Werkstatt geht. Eine allgemeingültige Zahl gibt es nicht. Rechne es mit deinen eigenen Werten aus, am besten mit den Stundenzetteln eines ganzen Jahres. Die Anwesenheitszeit ist fast immer deutlich höher als die verrechenbare Zeit.
Gehört mein Unternehmerlohn in den Stundensatz?
Ja. Auch wenn du dir als Inhaber keinen Lohn auszahlst, kostet deine Arbeitszeit Geld. Kalkulationsschemata der Handwerkskammern führen ihn deshalb als kalkulatorischen Unternehmerlohn. Fehlt er, sieht dein Satz günstig aus, und am Jahresende bleibt für dich nur, was zufällig übrig ist.
Ist der Stundenverrechnungssatz netto oder brutto?
Kalkuliert wird netto, also ohne Umsatzsteuer. Gegenüber Privatkunden gibst du Stunden- und Verrechnungssätze nach der Preisangabenverordnung einschließlich Umsatzsteuer an. Bei Geschäftskunden ist der Netto-Satz zuzüglich Umsatzsteuer üblich. Wie du Preise in Angeboten und Aushängen richtig angibst, klärst du im Zweifel mit Kammer oder Steuerberater.
Was ist ein üblicher Stundensatz im Handwerk?
Dafür nenne ich bewusst keine Zahl. Veröffentlichte Durchschnittswerte sind schnell veraltet und passen selten zu deinem Gewerk, deiner Region und deinen Kosten. Entscheidend ist, was dein Betrieb braucht. Wenn du wissen willst, wo du im Vergleich stehst, frag den Betriebsberater deiner Handwerkskammer.
Wie oft sollte ich den Stundensatz neu berechnen?
Mindestens einmal im Jahr, wenn der Jahresabschluss oder die BWA vom Dezember da ist. Außerdem immer dann, wenn sich etwas Größeres ändert: neue Tariflöhne, ein neuer Mitarbeiter, ein neues Fahrzeug, eine größere Werkstatt oder deutlich mehr Fahrzeit, weil ihr weiter rausfahrt.

Über den Autor
INQA-autorisierter Coach · B.Sc. Wirtschaftspsychologie
Selbstständiger Trainer und Coach seit 2016. Ich schaue mit Betrieben drauf, wo es bei Kunden oder Mitarbeitern hängt, und baue mit ihnen das System dazu. Was ich empfehle, nutze ich in meiner eigenen Firma selbst.
Inhalt geprüft am 6.10.2026
Dein Satz stimmt, aber am Ende bleibt zu wenig?
In 10 bis 15 Minuten schauen wir, ob es an Anfragen, Angeboten oder Leuten hängt, und was der erste einfache Schritt wäre.
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Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle Rechts‑, Steuer‑ oder Finanzberatung. Company Consulting bietet keine Rechts- oder Steuerberatung an. Für verbindliche Auskünfte wende dich an eine Steuerberatung, eine Anwaltskanzlei oder die zuständige Stelle (bei INQA: deine regionale Beratungsstelle). Alle Angaben ohne Gewähr.