Azubis finden im Handwerk:Sichtbar werden, bevor es andere sind
Mach deinen Betrieb für Schüler greifbar: mit Praktikum, schneller Zusage und Kontakt bis zum ersten Tag. So wird aus Interesse ein Ausbildungsstart.
- Keine Zeit für Praktikanten? Ein fester Ablauf für Schnuppertage macht daraus Routine statt Zusatzarbeit, und dein Azubi übernimmt einen Teil.
- Schon mal Geld für Azubi-Anzeigen verbrannt? Schulen, Praktika und Eltern kosten wenig Geld, und diese Wege steuerst du selbst.
- Zusage, und dann kommt keiner? Mit einem einfachen Kontaktplan bleibst du bis zum ersten Ausbildungstag im Gespräch.
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Kurz gesagt
Azubis findest du im Handwerk dort, wo Schüler deinen Betrieb erleben können: über Schulen, im Praktikum, über Eltern und über deine eigenen Leute. Entscheidend ist der Ablauf dahinter: ein vorbereiteter Schnuppertag, eine schnelle Rückmeldung, eine verbindliche Zusage und Kontakt bis zum Ausbildungsstart. Ich baue mit dir diesen Weg vom Praktikum bis zur Einarbeitung als ein System, das auch im vollen Auftragsjahr läuft.
Früh anfangen
Ausbildungen starten meist im August oder September. Viele Schüler suchen schon Monate vorher, oft im Schuljahr davor.
Praktikum als Probe
Ein gut geplanter Schnuppertag zeigt beiden Seiten mehr als jede Bewerbungsmappe.
Eltern mitnehmen
Eltern reden bei der Berufswahl mit. Gib ihnen einen Ansprechpartner, einen klaren Ablauf und eine ehrliche Perspektive.
Zusagen und dranbleiben
Schnell zurückmelden, verbindlich zusagen und bis zum ersten Tag Kontakt halten.
Wann musst du mit der Azubi-Suche anfangen?
Früher, als viele Betriebe denken. Ausbildungen starten meist zwischen dem 1. August und dem 1. September. Viele Schüler orientieren sich aber schon im Schuljahr davor, machen Praktika und bewerben sich je nach Beruf mehrere Monate im Voraus. Wer erst im Frühjahr sucht, trifft oft auf Schüler, die schon zugesagt haben.
| Zeitraum | Was bei den Schülern passiert | Was du tust |
|---|---|---|
| Gut ein Jahr vor dem Start | Berufsorientierung in der Schule, erste Ideen | Schulen ansprechen, Praktikumsplätze und Lehrstelle in der Börse der Kammer eintragen |
| Herbst bis Frühjahr davor | Praktika, Ausbildungsmessen, erste Bewerbungen | Schnuppertage anbieten, jede Anfrage schnell beantworten |
| Frühjahr | Gespräche, Zusagen, Entscheidungen mit den Eltern | Kennenlernen, verbindlich zusagen, Vertrag schließen |
| Sommer bis Ausbildungsstart | Abschlussprüfungen, Ferien, Warten | Kontakt halten, ersten Tag vorbereiten |
| Kurz vor dem Start | einige suchen noch einen Platz | freie Stelle bei Kammer und Berufsberatung melden |
Richtwerte. Wann Praktika in welcher Klasse liegen, hängt von Schulart und Schule ab. Frag direkt bei den Schulen in deiner Nähe nach.
Mach dir den Ablauf einmal als Jahresplan mit festen Terminen, zum Beispiel im Kalender des Büros. Dann rutscht die Azubi-Suche nicht jedes Jahr hinter die Aufträge, und du fängst nicht im Juni hektisch an.
Wenn es knapp wird
Ist der Platz im Sommer noch frei, ist die Suche nicht vorbei. Auch kurz vor dem Start suchen noch Schüler, etwa weil eine Zusage geplatzt ist oder sie sich spät entschieden haben. Dann zählen kurze Wege: Stelle in der Lehrstellenbörse aktuell halten, bei der Berufsberatung melden, deine Leute fragen und Schnuppertage auch kurzfristig anbieten.
Wo erreichst du Schüler, bevor sie sich festlegen?
Dort, wo Berufsorientierung ohnehin stattfindet: in Mittel-, Real- und Wirtschaftsschulen, bei Ausbildungsmessen, über die Handwerkskammer und die Berufsberatung der Agentur für Arbeit. Dazu kommen deine eigenen Leute und Azubis, die Geschwister, Freunde und Vereinskollegen haben. Mehrere kleine Wege zusammen sind oft verlässlicher als eine einzelne Anzeige.
Schulen in der Nähe
Handwerkskammer
Deine eigenen Leute
So sprichst du eine Schule an
Kurz, konkret und mit einem Angebot statt einer Bitte. Zum Beispiel per Mail oder am Telefon: „Wir sind ein Metallbaubetrieb mit zwölf Leuten hier im Ort und bilden zum Metallbauer aus. Wir bieten Schnuppertage und Praktikumsplätze an und würden gern mit unserem Azubi in einer Klasse erzählen, wie sein Alltag aussieht. Wer ist bei euch für Berufsorientierung zuständig?“
Dein Azubi ist dein bestes Argument
Wie wird aus einem Schnupperpraktikum eine Bewerbung?
Mit einem Plan statt Zufall. Der Praktikant hat einen festen Ansprechpartner, sieht echte Arbeit und macht selbst etwas, das er mit nach Hause nehmen kann. Am Ende steht ein kurzes Gespräch: Wie war es für dich? Wie war es für uns? Und wenn es passt, lädst du ihn direkt zur Bewerbung ein.
- 1
Vorher klären
Wer ist Ansprechpartner, am besten dein Azubi zusammen mit einem Gesellen? Was darf der Praktikant machen, was nicht? Arbeitskleidung, Schutzausrüstung und Treffpunkt stehen fest. - 2
Erster Morgen
Begrüßung durch dich, Rundgang, Sicherheitsregeln, kurze Vorstellung im Team. Danach sofort in die Werkstatt oder mit auf die Baustelle. - 3
Ein eigenes Stück
Eine kleine Aufgabe mit Ergebnis, etwa ein Werkstück, das er mitnehmen darf. Das erzählt er zu Hause, und genau darum geht es. - 4
Abschlussgespräch
Zehn Minuten am letzten Tag: Was hat dir gefallen, was nicht? Wenn es passt: „Wir würden uns freuen, wenn du dich bewirbst. So geht es weiter.“ - 5
Nachfassen
Wenige Tage später eine kurze Nachricht oder ein Anruf. Wer nichts mehr hört, nimmt an, dass kein Interesse besteht.
Praktikum mit Plan
- Ein fester Ansprechpartner für die ganze Zeit
- Echte Arbeit, passend zum Alter
- Ein Ergebnis zum Mitnehmen
- Abschlussgespräch und klare Einladung zur Bewerbung
Praktikum nebenher
- Jeden Tag ein anderer, der gerade Zeit hat
- Fegen, Zuschauen, Warten
- Niemand fragt, wie es war
- Nach dem letzten Tag hört keiner mehr etwas
Was Praktikanten bei dir machen können
- Material und Werkzeug kennenlernen, beim Sortieren und Einräumen erklären lassen, wofür was gebraucht wird
- Mit Handwerkzeug und unter Aufsicht ein kleines Werkstück bauen, das sie mitnehmen dürfen
- Einen Tag lang deinem Azubi über die Schulter schauen und Fragen stellen
- Mit zum Kunden oder auf die Baustelle fahren und sehen, wie ein Auftrag abläuft
Was im Einzelfall erlaubt ist, hängt von Alter und Gefährdung ab. Dazu mehr im nächsten Abschnitt.
Was musst du bei Praktikum und Jugendarbeitsschutz beachten?
Für Praktikanten und Azubis unter 18 gilt das Jugendarbeitsschutzgesetz. Es begrenzt unter anderem die Arbeitszeit, schreibt Pausen vor und erlaubt Schülern im Praktikum nur leichte und geeignete Tätigkeiten. Vor Beginn gehört eine Unterweisung dazu, und eine erfahrene Person passt auf. Die Einzelheiten klärst du vorher mit Schule oder Kammer.
| Form | Worum es geht | Worauf du allgemein achtest |
|---|---|---|
| Schulpraktikum | Pflichtpraktikum, von der Schule organisiert | Absprache mit der Lehrkraft, nur leichte und geeignete Arbeiten, Aufsicht. Als Schulveranstaltung ist es gesetzlich unfallversichert. |
| Freiwilliges Praktikum in den Ferien | Schüler kommt von sich aus | Für Kinder unter 15 ist das grundsätzlich nicht erlaubt, von engen Ausnahmen abgesehen. Vollzeitschulpflichtige ab 15 dürfen in den Ferien höchstens vier Wochen im Kalenderjahr arbeiten. Versicherung und Vergütung vorher mit Kammer oder Berufsgenossenschaft klären. |
| Ausbildung | Vertrag nach dem Berufsbildungsgesetz | Vertrag zur Eintragung bei der Kammer einreichen. Probezeit ein bis vier Monate. Bei Minderjährigen ärztliche Erstuntersuchung vor dem Start. |
| Ausbilder | wer im Betrieb ausbildet | Berufs- und arbeitspädagogische Eignung, etwa über Teil IV der Meisterprüfung oder die Ausbildereignungsprüfung. |
Für Jugendliche unter 18 nennt das Gesetz unter anderem höchstens acht Stunden am Tag und 40 Stunden in der Woche an fünf Tagen. Für jüngere Schüler im Schulpraktikum sind die Grenzen enger. Gefährliche Arbeiten, Gefahrstoffe, starker Lärm oder Akkordarbeit sind für Jugendliche grundsätzlich verboten. Für Azubis gibt es enge Ausnahmen, wenn die Ausbildung es erfordert und eine fachkundige Person aufpasst.
Keine Rechtsberatung
Welche Rolle spielen Eltern und Social Media bei der Azubi-Suche?
Eltern reden bei der Berufswahl mit, und sie stellen andere Fragen als ihre Kinder: Ist der Betrieb verlässlich? Wer kümmert sich? Wie geht es nach der Ausbildung weiter? Social Media kann Aufmerksamkeit bringen, ersetzt aber keinen guten Ablauf. Erst wenn Praktikum und Antwortzeit stimmen, lohnt sich mehr Reichweite.
Was Eltern wissen wollen
- Wer ist Ansprechpartner während der Ausbildung, mit Name und Telefonnummer?
- Wie sieht ein normaler Arbeitstag aus, wann geht es los, wie kommt man hin?
- Wie läuft die Berufsschule, und wer hilft bei der Prüfungsvorbereitung?
- Welche Perspektive gibt es nach der Ausbildung: Übernahme, Weiterbildung, Meister?
Lade die Eltern zum Kennenlerngespräch oder zum Vertragstermin ein. Ein einseitiges Infoblatt mit diesen Antworten, das der Praktikant mit nach Hause nimmt, hilft zusätzlich. Diese Infos gehören auch auf deine Karriereseite, mit einem eigenen Teil für Schüler.
Social Media nüchtern
Erst der Ablauf
Wie schnell solltest du nach Praktikum oder Bewerbung zusagen?
So schnell, wie es verlässlich geht. Schüler bewerben sich oft bei mehreren Betrieben, und wer zuerst eine klare Zusage macht, hat einen Vorteil. Setz dir ein eigenes Ziel, etwa eine Rückmeldung innerhalb weniger Tage. Warte nicht wochenlang auf einen vielleicht besseren Bewerber, während der passende woanders unterschreibt.
- 1
Rückmeldung
Kurze Antwort auf jede Bewerbung und jede Praktikumsanfrage, mit dem nächsten Schritt und einem Termin. - 2
Kennenlernen
Ein Gespräch in der Werkstatt, gern mit den Eltern. Wenn noch nicht geschehen, ein Probetag. - 3
Zusage
Klar und schriftlich, mit Ausbildungsbeginn und Ansprechpartner. Ein Anruf vorab wirkt persönlicher als nur eine Mail. - 4
Vertrag
Ausbildungsvertrag unterschreiben und bei der Kammer zur Eintragung einreichen. Die Ausbildungsberater helfen dir bei Fragen.
Passt es nicht, sag freundlich und zügig ab, statt dich nicht mehr zu melden. Zum Beispiel: „Danke, dass du bei uns warst. Wir haben uns diesmal für jemand anderen entschieden. Wenn du magst, sage ich dir gern, was uns an dir gefallen hat.“ Schüler erzählen in der Klasse weiter, wie ein Betrieb mit ihnen umgegangen ist.
Wer bei euch Bewerbungen annimmt, bestätigt und weiterleitet, ist eine Frage des internen Ablaufs. Wie du das regelst, ohne dass alles an dir hängt, steht unter Bewerbungsprozess optimieren.
Wie hältst du den Kontakt bis zum Ausbildungsstart?
Zwischen Zusage und erstem Ausbildungstag liegen oft viele Monate. In dieser Zeit kann viel passieren: ein anderes Angebot, Zweifel, Freunde mit anderen Plänen. Ein paar feste Kontaktpunkte halten die Verbindung, ohne aufdringlich zu sein. Und sie machen den ersten Tag leichter, weil der Neue schon Gesichter kennt.
| Wann | Was | Wer |
|---|---|---|
| Direkt nach der Zusage | Glückwunsch, kurzer Willkommensgruß vom Team | Chef |
| Einige Wochen später | Einladung zu Grillfest, Weihnachtsfeier oder Tag der offenen Tür | Büro |
| Vor den Sommerferien | Arbeitskleidung und Sicherheitsschuhe anprobieren | Pate |
| Kurz vor dem Start | Nachricht mit Uhrzeit, Treffpunkt, Ansprechpartner und Ablauf des ersten Tages | Pate |
Praktikum, Bewerbung, Einarbeitung: ein Ablauf
Für mich ist die Azubi-Suche kein eigenes Projekt, sondern ein Teil deines Weges vom ersten Kontakt bis zum festen Platz im Team. Wie der erste Tag und die ersten Monate laufen, steht unter Einarbeitung neuer Mitarbeiter. Den Überblick über alle Stationen findest du unter Mitarbeiter finden.
Zahlen, auf die du schauen musst
- Wie viele Praktikanten hattest du im Jahr, und woher kamen sie?
- Wie viele davon haben sich beworben?
- Wie viele Zusagen hast du gemacht, und wie viele haben wirklich angefangen?
- Wie viele sind nach der Probezeit noch da?
Wo die Zahl am stärksten einbricht, liegt dein Engpass. Genau so arbeite ich im Engpass-System: erst die Stelle finden, an der es hängt, dann das passende Werkzeug wählen.
Kann ich mir das fördern lassen?
Ja, wenn dein Betrieb die Voraussetzungen erfüllt: Die Beratung mit deinem Team kann über das INQA-Coaching bis zu 80 % gefördert werden. Über den Beratungsscheck (INQA-Coaching-Scheck) entscheidet die regionale Beratungsstelle nach einer kostenlosen Erstberatung.
INQA-Coaching: bis zu 80 % gefördert
Die Prozessarbeit mit dir und deinem Team kann über das Bundesprogramm INQA-Coaching bis zu 80 % gefördert werden, wenn dein Betrieb mindestens eine Vollzeitkraft hat, seit mindestens zwei Jahren am Markt ist und weniger als 250 Leute beschäftigt.
INQA-Coaching mit mirEhrlich zum Geld
Du zahlst die Rechnungen zuerst selbst. Nach Abschluss stellst du den Erstattungsantrag und bekommst 80 % des förderfähigen Netto-Honorars zurück. Förderfähig sind höchstens 1.200 € netto je Beratertag, was darüber liegt, trägt dein Betrieb selbst. Abschlagszahlungen nach Phasen verteilen die Vorfinanzierung. Fahrtkosten sind nicht förderfähig.
Förderung und EigenanteilUmsetzung ist extra
Website, Vorauswahl, Automatisierung oder Zahlen-Übersicht baue ich auf Wunsch danach als eigenes, selbst bezahltes Angebot. Das ist nicht Teil der Förderung, und du kannst es auch an jemand anderen vergeben.
UmsetzungDen Weg vom Praktikum bis zum Ausbildungsstart mit deinem Team zu erarbeiten, ist Prozessarbeit mit Beteiligung deiner Leute: Wer betreut Praktikanten, wie läuft der Schnuppertag, wer meldet sich wann, wie haltet ihr Kontakt. Das kann im INQA-Coaching bis zu 80 % gefördert werden, wenn dein Betrieb die Voraussetzungen erfüllt.
Eine Karriereseite für Schüler, ein Kurzformular oder Erinnerungen für den Kontaktplan einzurichten, ist Umsetzung. Das ist nicht Teil der Förderung, sondern ein eigenes Angebot, das du auch an jemand anderen vergeben kannst.
Wie läuft die Zusammenarbeit mit mir ab?
- 1
Kostenloser Engpass-Check
In 10 bis 15 Minuten klären wir, ob es eher an Kunden oder an Mitarbeitern hängt und was der nächste kleine Schritt ist.
- 2
Engpass finden
Gespräch mit dir, kurze anonyme Befragung im Team, Blick auf die Abläufe. Am Ende steht ein Engpass, nicht zehn.
- 3
System bauen
Wir erarbeiten die Lösung mit deinem Team, gern im INQA-Coaching mit bis zu 80 % Förderung. Die Umsetzung gibt es auf Wunsch extra.
- 4
Messen
Wenige Zahlen, auf die du schauen musst. Daran siehst du, was wirkt, und wo der nächste Engpass liegt.
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Häufige Fragen: Azubis finden im Handwerk
Wie finde ich als kleiner Betrieb einen Azubi?
Über Wege, auf denen Schüler deinen Betrieb erleben können: Praktikumsplätze für Schulen, ein Eintrag in der Lehrstellenbörse deiner Handwerkskammer, Empfehlungen deiner Leute und ehrliche Infos für Eltern. Entscheidend ist der Ablauf dahinter: schnell zurückmelden, verbindlich zusagen und bis zum ersten Ausbildungstag Kontakt halten.
Muss ich Praktikanten bezahlen?
Das hängt von der Art des Praktikums ab. Für ein Pflichtpraktikum über die Schule, für Orientierungspraktika von bis zu drei Monaten vor einer Ausbildung und für Minderjährige ohne Berufsabschluss gilt der gesetzliche Mindestlohn in der Regel nicht. Ein kleines Dankeschön ist trotzdem eine gute Idee. Was in deinem Fall gilt, klärst du vorher mit deiner Kammer.
Wie lange darf ein Schüler im Praktikum arbeiten?
Für Jugendliche unter 18 gilt das Jugendarbeitsschutzgesetz, unter anderem mit höchstens acht Stunden am Tag, 40 Stunden in der Woche und festen Pausen. Für Schüler unter 15 im Schulpraktikum gelten engere Grenzen. Die genauen Regeln für dein Praktikum erfährst du bei der Schule, der Kammer oder der Gewerbeaufsicht.
Wie lange dauert die Probezeit in der Ausbildung?
Laut Berufsbildungsgesetz mindestens einen und höchstens vier Monate. In dieser Zeit können beide Seiten schriftlich und ohne Kündigungsfrist kündigen. Was im Einzelfall gilt, etwa bei längerer Unterbrechung, beantworten dir die Ausbildungsberater deiner Handwerkskammer.
Der Ausbildungsplatz ist im Sommer noch frei. Was jetzt?
Nicht aufgeben. Auch kurz vor dem Start suchen noch Schüler einen Platz. Melde die Stelle in der Lehrstellenbörse der Kammer und bei der Berufsberatung der Agentur für Arbeit, frag deine Leute nach Kontakten und biete kurzfristige Schnuppertage an. Ob ein späterer Ausbildungsbeginn möglich ist, klärst du mit der Kammer.
Lohnt sich Social Media für die Azubi-Suche?
Es kann helfen, ist aber kein Muss. Kurze, echte Handyvideos aus dem Alltag deiner Azubis wirken glaubwürdiger als Hochglanz. Sinn ergibt das nur, wenn jemand regelmäßig postet und auf Nachrichten schnell antwortet. Schule, Praktikum und Empfehlungen sind meist der verlässlichere Anfang.
Kann ich Ausbildung und Studium im Handwerk verbinden?
Für Schüler mit Abitur gibt es im Handwerk Modelle, die Ausbildung und Studium kombinieren. Welche Angebote es für dein Gewerk und in deiner Region gibt, weiß deine Handwerkskammer. Für die Azubi-Suche ist das ein gutes Argument, wenn du es ehrlich und konkret beschreiben kannst.

Über den Autor
INQA-autorisierter Coach · B.Sc. Wirtschaftspsychologie
Selbstständiger Trainer und Coach seit 2016. Ich schaue mit Betrieben drauf, wo es bei Kunden oder Mitarbeitern hängt, und baue mit ihnen das System dazu. Was ich empfehle, nutze ich in meiner eigenen Firma selbst.
Inhalt geprüft am 5.10.2026
Wo verlierst du die Azubis von morgen?
In 10 bis 15 Minuten schauen wir, ob es an der Sichtbarkeit, am Praktikum, an der Zusage oder an der Zeit bis zum Start hängt. Danach weißt du, was der nächste kleine Schritt ist.
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Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle Rechts‑, Steuer‑ oder Finanzberatung. Company Consulting bietet keine Rechts- oder Steuerberatung an. Für verbindliche Auskünfte wende dich an eine Steuerberatung, eine Anwaltskanzlei oder die zuständige Stelle (bei INQA: deine regionale Beratungsstelle). Alle Angaben ohne Gewähr.