Arbeitgeberbewertungen:Was Bewerber über deinen Betrieb lesen

Bewerber schauen nach, wie es sich bei dir arbeitet. Mit ehrlichen Bewertungen und sachlichen Antworten wird daraus ein Grund, sich zu melden.

  • Schlechte Bewertung von einem Ex-Mitarbeiter? Eine ruhige, sachliche Antwort zeigt Bewerbern oft mehr über dich als die Kritik selbst.
  • Keine Zeit für Portale? Einmal im Monat reinschauen und antworten reicht für einen kleinen Betrieb.
  • Deine Leute bewerten eh nicht? Oft hat sie nur nie jemand gefragt. Fragen darfst du, belohnen und drängen nicht.
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Maximilian Rothenberger, Company Consulting KMU

Kurz gesagt

Arbeitgeberbewertungen sind Erfahrungsberichte von Beschäftigten, Ehemaligen und Bewerbern, vor allem auf kununu. Viele Bewerber lesen sie, bevor sie sich melden. Für deinen Betrieb heißt das: regelmäßig reinschauen, auf Kritik sachlich antworten, ohne Daten über Personen preiszugeben, und deine Leute um ehrliche Bewertungen bitten, ohne Gegenleistung und ohne Druck. Löschen lassen kannst du nur Bewertungen, die rechtswidrig sind oder gegen die Regeln der Plattform verstoßen.

Bewerber lesen mit

Vor der Bewerbung wird nachgeschaut. Im kleinen Betrieb fällt jede einzelne Bewertung ins Gewicht.

Sachlich antworten

Danken, den Punkt aufgreifen, sagen, was sich ändert. Keine Namen, keine Details zu Personen.

Ehrlich bitten

Alle fragen, nicht nur die Zufriedenen. Keine Gegenleistung, kein Druck, keine Kontrolle.

Löschen nur bei Verstoß

Harte Meinung bleibt stehen. Falsche Tatsachen, Beleidigungen oder Fake-Bewertungen kannst du melden.

Bewerber

Warum lesen Bewerber Arbeitgeberbewertungen, bevor sie sich melden?

Weil in jeder Stellenanzeige steht, dass das Team toll ist. Bewerber wollen wissen, wie es wirklich läuft: Wie ist der Chef, kommt der Lohn pünktlich, wie viele Überstunden sind normal, wird man eingearbeitet? Arbeitgeberbewertungen sind der Blick von innen. Gerade bei einem Wechsel lesen viele genau, bevor sie ihren sicheren Job aufgeben.

Worauf Bewerber beim Lesen achten

  • Wiederkehrende Themen: Wenn drei Leute dasselbe schreiben, glaubt man es.
  • Wie aktuell die Bewertungen sind: Kritik von vor fünf Jahren wiegt weniger als die vom letzten Winter.
  • Ob und wie der Chef antwortet: sachlich und offen oder gekränkt und laut.
  • Was zum Alltag gesagt wird: Werkzeug, Planung, Umgangston, Einarbeitung.

Im kleinen Betrieb gibt es oft nur eine Handvoll Bewertungen. Dann prägt eine einzige wütende Bewertung das ganze Bild. Umso wichtiger ist, dass auch die zu Wort kommen, die gern bei dir arbeiten, und dass du auf Kritik sichtbar reagierst.

Keine Bewertungen ist auch eine Aussage

Findet ein Bewerber gar nichts über deinen Betrieb, entscheidet der Rest: deine Stellenanzeige, deine Karriereseite und das, was im Ort erzählt wird. Was dort hingehört, steht unter Karriereseite im Handwerk.
Plattformen

Wo können Mitarbeiter ihren Arbeitgeber bewerten?

Vor allem auf kununu, dem bekanntesten Bewertungsportal für Arbeitgeber im deutschsprachigen Raum, dazu auf Jobbörsen mit Bewertungsfunktion. Das Google-Profil deines Betriebs ist dagegen für Kunden gedacht: Bewertungen deiner Leute über den eigenen Arbeitgeber gelten dort als Interessenkonflikt. Wichtig ist, dass du weißt, wo über dich geschrieben wird, und dort regelmäßig reinschaust.

WoWer bewertetWas du tun kannstWorauf du achtest
kununuBeschäftigte, Ehemalige, Azubis und Bewerber, anonymArbeitgeberprofil anlegen, auf Bewertungen antworten, Verstöße meldenWelche Funktionen kostenlos sind und welche Geld kosten, steht bei kununu selbst
Jobbörsen mit BewertungsfunktionBeschäftigte und EhemaligeProfil prüfen, antworten, wo es möglich istEinmal im Quartal nachsehen, ob dein Betrieb dort auftaucht
Google-UnternehmensprofilKundenAuf Kundenbewertungen antworten, Verstöße meldenKeine Bewertungen von deinen Leuten über deinen Betrieb, das verstößt gegen Googles Regeln

Google-Richtlinien für Beiträge (Interessenkonflikt, Anreize), Stand Oktober 2026. Die Regeln der Portale ändern sich, im Zweifel gilt immer die aktuelle Fassung auf der jeweiligen Plattform.

Bei Google-Bewertungen geht es also um deine Kunden, nicht um deine Leute. Wie du dort fair um Bewertungen bittest, steht unter Google-Unternehmensprofil für Handwerker. Auf dieser Seite geht es um die Sicht deiner Beschäftigten und Bewerber.

Antworten

Wie antwortest du auf eine negative Bewertung als Arbeitgeber?

Erst durchatmen, dann schreiben. Auf eine negative Bewertung antworten heißt: kurz danken, den sachlichen Kern aufgreifen, sagen, was du daraus machst oder schon geändert hast, und ein Gespräch anbieten. Keine Rechtfertigung über drei Absätze, keine Gegenangriffe. Du schreibst nicht für den Bewertenden, sondern für den nächsten Bewerber, der mitliest.

  1. 1

    Einen Tag liegen lassen

    Wer verärgert antwortet, schreibt Sätze, die später jeder lesen kann. Lies die Bewertung am nächsten Tag noch einmal.
  2. 2

    Den Kern finden

    Was ist der sachliche Punkt? Planung, Ton, Lohn, Einarbeitung? Ist da etwas dran, auch wenn es überspitzt ist?
  3. 3

    Kurz und ruhig antworten

    Danke, Punkt aufgreifen, eigene Sicht in einem Satz, was sich ändert. Vier bis sechs Sätze reichen.
  4. 4

    Gespräch anbieten

    Eine Telefonnummer oder Mailadresse des Betriebs nennen. Was persönlich ist, gehört nicht ins Netz.

Formulierungsbeispiel

„Danke, dass du dir die Zeit genommen hast. Dass die Planung oft erst am Montagmorgen stand, war ein echter Ärger, das hören wir auch im Team. Seit diesem Frühjahr steht der Wochenplan am Freitagmittag. Wenn du magst, ruf mich gern an, dann reden wir darüber. Gruß, [Vorname], Inhaber“

Du musst nicht jede Bewertung kommentieren. Auf positive reicht ein kurzes Danke. Bei Kritik ohne jeden Sachbezug ist es oft klüger, gar nicht oder nur in einem Satz zu antworten, statt dich in eine Verteidigung zu verstricken.

Datenschutz

Was gehört nicht in deine Antwort auf eine Bewertung?

Alles, was eine Person erkennbar macht oder aus dem Arbeitsverhältnis stammt: Namen, Fehlzeiten, Abmahnungen, Kündigungsgründe, Lohn. Auch Vermutungen, wer die Bewertung geschrieben hat, gehören nicht hinein. Was dein Betrieb über Beschäftigte weiß, ist vertraulich, auch wenn die Kritik unfair ist. Wer das öffentlich ausbreitet, verliert bei Bewerbern mehr als die Bewertung kostet.

So geht es

  • „Danke für die offenen Worte.“
  • „Den Punkt mit der Planung nehmen wir ernst. Seit Frühjahr gilt …“
  • „Ich würde gern mit dir persönlich darüber reden.“
  • „Wir sehen das an einer Stelle anders: Überstunden werden bei uns ausgezahlt oder abgefeiert.“

Lass das weg

  • „Wir wissen genau, wer das geschrieben hat.“
  • Hinweise auf Krankmeldungen, Abmahnungen oder den Grund einer Kündigung
  • Drohungen mit dem Anwalt in der öffentlichen Antwort
  • Ironie, Ausrufezeichen und Großbuchstaben

Nicht auf Spurensuche gehen

Versuch nicht, im Team herauszufinden, wer eine Bewertung geschrieben hat, und sprich niemanden darauf an. Das zerstört Vertrauen und kann dich zusätzlich arbeits- oder datenschutzrechtlich in Schwierigkeiten bringen. Rechtsberatung ist das hier nicht. Wenn du rechtlich gegen eine Bewertung vorgehen willst, lass dich von einem Anwalt beraten.
Eigene Leute

Wie kommst du zu ehrlichen Bewertungen deiner eigenen Leute?

Indem du fragst, und zwar alle. Viele zufriedene Mitarbeiter kämen nie auf die Idee, ihren Arbeitgeber zu bewerten. Ein offener Satz in der Teambesprechung oder nach der Probezeit reicht. Dazu gehört, was du nicht tust: keine Gegenleistung, kein Druck, keine Kontrolle, wer bewertet hat, und keine Auswahl nur der Zufriedenen.

Fair fragen

  • Alle im Team gleich ansprechen, zum Beispiel einmal im Jahr in der Teambesprechung
  • Klar sagen: freiwillig, anonym, auch Kritik ist erwünscht
  • Den Link zum Profil aushängen oder in die Team-Gruppe stellen
  • Neue nach der Probezeit und Azubis nach dem ersten Jahr einmal fragen

Lass es

  • Prämie, Gutschein, freier Tag oder Brotzeit als Dank für eine Bewertung
  • Nachfragen, wer schon bewertet hat, oder Bewertungen gemeinsam schreiben
  • Nur die fragen, von denen du Lob erwartest
  • Deine Leute um Google-Bewertungen für deinen Betrieb bitten

Bewertungen mit Belohnung oder unter Druck merken Bewerber schnell: Fünf Lobeshymnen in einer Woche wirken nicht echt. Und sie sagen dir selbst nichts darüber, was im Betrieb wirklich los ist.

Was deine Leute ehrlich denken, erfährst du ohnehin besser intern als öffentlich. Wie eine kurze anonyme Befragung auch mit wenigen Leuten funktioniert, steht unter Mitarbeiterbefragung.

Löschen

Wann kannst du eine Arbeitgeberbewertung löschen lassen?

Nur wenn sie rechtswidrig ist oder gegen die Regeln der Plattform verstößt: falsche Tatsachenbehauptungen, Beleidigungen, Namen einzelner Kollegen, Betriebsgeheimnisse, oder wenn die Person nie bei dir gearbeitet hat. Eine harte, auch unfaire Meinung mit Bezug zur Arbeit ist dagegen meist geschützt. Löschen ist also die Ausnahme, die gute Antwort der Normalfall.

Kann gelöscht werden

  • Falsche Tatsachen: „Löhne werden seit Monaten nicht gezahlt“, obwohl alles pünktlich überwiesen wird
  • Beleidigungen und Herabsetzungen ohne jeden Sachbezug
  • Namen oder erkennbare Beschreibungen einzelner Kollegen
  • Bewertungen von Personen, die nie bei dir gearbeitet oder sich beworben haben

Bleibt meist stehen

  • „Chaotische Planung, keiner weiß Bescheid“
  • „Der Chef ist cholerisch“, wenn es als Eindruck formuliert ist
  • Schlechte Punktzahlen ohne Text
  • Scharfe Kritik, die dir übertrieben vorkommt, aber einen wahren Kern hat

So gehst du vor

  1. 1

    Melden mit Begründung

    Über die Meldefunktion der Plattform. Schreib genau, welcher Satz falsch ist oder warum die Person nie bei dir war.
  2. 2

    Prüfung abwarten

    Die Plattform prüft und kann vom Bewertenden einen Nachweis verlangen, dass er wirklich bei dir gearbeitet hat.
  3. 3

    Anwalt, wenn nötig

    Bleibt eine klar rechtswidrige Bewertung stehen, lass dich anwaltlich beraten. Ob und wie weit die Plattform dir die Person erkennbar machen muss, entscheiden Gerichte bisher unterschiedlich.

Stand Oktober 2026

Die Rechtsprechung zu anonymen Arbeitgeberbewertungen ist in Bewegung. Diese Seite gibt nur einen allgemeinen Überblick und ersetzt keine Rechtsberatung.
Routine

Wie machst du aus Arbeitgeberbewertungen eine feste Routine?

Mit einer zuständigen Person, einem festen Termin und einem Blick auf Muster. Einmal im Monat schaut jemand nach neuen Bewertungen, der Chef antwortet innerhalb weniger Tage. Wichtiger als jede einzelne Antwort ist die Frage: Was taucht immer wieder auf? Wiederkehrende Kritik ist kein Imageproblem, sondern ein Hinweis auf einen Engpass im Betrieb.

Fester Termin

Einmal im Monat, zum Beispiel zusammen mit dem Blick aufs Google-Profil. Zehn Minuten reichen meist.

Klare Zuständigkeit

Wer schaut nach, wer antwortet? Antworten auf Kritik schreibt am besten der Chef selbst.

Muster erkennen

Eine einfache Liste: Datum, Thema, Punkte. Nach einem Jahr siehst du, was sich wiederholt.

Zahlen, auf die du schauen musst

  • Wie viele neue Bewertungen pro Jahr kommen, und von wem: Beschäftigte, Ehemalige, Bewerber
  • Welche Themen in der Kritik wiederkehren
  • Ob Bewerber im Gespräch Bewertungen erwähnen und was sie gelesen haben

Wenn die Kritik immer bei denselben Punkten landet, etwa Planung, Ton oder Einarbeitung, hilft keine bessere Antwort, sondern nur ein besserer Ablauf. Wie du gute Leute hältst, steht unter Mitarbeiterbindung. Wie wir den eigentlichen Engpass mit deinem Team finden, zeigt dir das Engpass-System. Weitere Stationen findest du unter Mitarbeiter finden.

Bewertungen sind ein Spiegel

Darin steht, was im Alltag bei deinen Leuten ankommt. Wer am Alltag arbeitet, bekommt mit der Zeit andere Bewertungen.

Antworten sind Werbung

Jede ruhige, ehrliche Antwort lesen auch die Bewerber von morgen.
Förderung

Kann ich mir das fördern lassen?

Ja, wenn dein Betrieb die Voraussetzungen erfüllt: Die Beratung mit deinem Team kann über das INQA-Coaching bis zu 80 % gefördert werden. Über den Beratungsscheck (INQA-Coaching-Scheck) entscheidet die regionale Beratungsstelle nach einer kostenlosen Erstberatung.

INQA-Coaching: bis zu 80 % gefördert

Die Prozessarbeit mit dir und deinem Team kann über das Bundesprogramm INQA-Coaching bis zu 80 % gefördert werden, wenn dein Betrieb mindestens eine Vollzeitkraft hat, seit mindestens zwei Jahren am Markt ist und weniger als 250 Leute beschäftigt.

INQA-Coaching mit mir

Ehrlich zum Geld

Du zahlst die Rechnungen zuerst selbst. Nach Abschluss stellst du den Erstattungsantrag und bekommst 80 % des förderfähigen Netto-Honorars zurück. Förderfähig sind höchstens 1.200 € netto je Beratertag, was darüber liegt, trägt dein Betrieb selbst. Abschlagszahlungen nach Phasen verteilen die Vorfinanzierung. Fahrtkosten sind nicht förderfähig.

Förderung und Eigenanteil

Umsetzung ist extra

Website, Vorauswahl, Automatisierung oder Zahlen-Übersicht baue ich auf Wunsch danach als eigenes, selbst bezahltes Angebot. Das ist nicht Teil der Förderung, und du kannst es auch an jemand anderen vergeben.

Umsetzung

Wenn Bewertungen immer wieder dieselben Schwachstellen zeigen, ist das ein Thema für Prozessarbeit mit deinem Team: eine kurze anonyme Befragung, ein Workshop zu den größten Ärgernissen im Alltag und klare Abläufe für Planung, Einarbeitung und Gespräche. Das kann im INQA-Coaching bis zu 80 % gefördert werden.

Profile auf Bewertungsportalen pflegen oder Antworten formulieren ist nicht Teil der Förderung.

So begleite ich dich

Wie läuft die Zusammenarbeit mit mir ab?

  1. 1

    Kostenloser Engpass-Check

    In 10 bis 15 Minuten klären wir, ob es eher an Kunden oder an Mitarbeitern hängt und was der nächste kleine Schritt ist.

  2. 2

    Engpass finden

    Gespräch mit dir, kurze anonyme Befragung im Team, Blick auf die Abläufe. Am Ende steht ein Engpass, nicht zehn.

  3. 3

    System bauen

    Wir erarbeiten die Lösung mit deinem Team, gern im INQA-Coaching mit bis zu 80 % Förderung. Die Umsetzung gibt es auf Wunsch extra.

  4. 4

    Messen

    Wenige Zahlen, auf die du schauen musst. Daran siehst du, was wirkt, und wo der nächste Engpass liegt.

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FAQ

Häufige Fragen: Arbeitgeberbewertungen

Wie kann man seinen Arbeitgeber bewerten?

Auf Bewertungsportalen für Arbeitgeber, in Deutschland vor allem auf kununu, dazu auf einigen Jobbörsen. Dort beschreiben Beschäftigte und Ehemalige anonym, wie es sich im Betrieb arbeitet, und vergeben Punkte für Themen wie Vorgesetzte, Kollegen oder Gehalt. Das Google-Profil eines Betriebs ist dagegen für Kundenbewertungen gedacht.

Sind Bewertungen auf kununu anonym?

Nach außen ja, der Name des Bewertenden steht nicht dabei. Zweifelt ein Arbeitgeber an, dass jemand überhaupt bei ihm gearbeitet hat, kann die Plattform einen Nachweis verlangen. Ob und wie weit sie dem Arbeitgeber gegenüber die Person erkennbar machen muss, haben Gerichte bisher unterschiedlich entschieden (Stand Oktober 2026).

Darf ich meine Mitarbeiter bitten, den Betrieb zu bewerten?

Fragen ist in Ordnung, wenn du alle fragst, nicht nur die Zufriedenen, und die Bewertung freiwillig bleibt. Lass Belohnungen, Druck und Kontrolle weg, sonst sind die Bewertungen nichts wert und können dir schaden. Bei Google gilt: Bewertungen deiner Leute über deinen Betrieb verstoßen dort gegen die Regeln.

Kann ich eine schlechte kununu-Bewertung löschen lassen?

Nur wenn sie rechtswidrig ist oder gegen die Regeln der Plattform verstößt: falsche Tatsachen, Beleidigungen, Namen einzelner Kollegen, Betriebsgeheimnisse, oder wenn die Person nie bei dir gearbeitet hat. Eine harte, aber sachbezogene Meinung bleibt stehen. Melde die Bewertung mit Begründung bei der Plattform, bei Bedarf mit anwaltlicher Hilfe.

Muss ich auf jede Bewertung antworten?

Nein. Auf kritische Bewertungen mit konkreten Punkten lohnt sich eine kurze, sachliche Antwort, weil Bewerber sie mitlesen. Auf positive reicht ein kurzes Danke. Antworte nicht aus dem Bauch heraus und nicht auf alles reflexhaft, sonst wirkt es schnell nach Verteidigung.

Dürfen Mitarbeiter ihren Arbeitgeber bei Google bewerten?

Nach den Google-Richtlinien nicht. Inhalte von aktuellen oder früheren Beschäftigten über den eigenen Arbeitgeber gelten dort als Interessenkonflikt und können entfernt werden. Bitte deine Leute deshalb nicht um Google-Bewertungen. Für ihre Sicht als Mitarbeiter sind Arbeitgeberportale da.

Was hat das mit dem INQA-Coaching zu tun?

Bewertungen sind ein Spiegel dessen, was im Betrieb läuft. Die Arbeit daran, also eine anonyme Befragung, ein Workshop zu den größten Ärgernissen und klare Abläufe, kann im INQA-Coaching bis zu 80 % gefördert werden, wenn dein Betrieb die Voraussetzungen erfüllt. Profile pflegen und Antworten schreiben gehören nicht dazu.

Maximilian Rothenberger

Über den Autor

Maximilian Rothenberger

INQA-autorisierter Coach · B.Sc. Wirtschaftspsychologie

Selbstständiger Trainer und Coach seit 2016. Ich schaue mit Betrieben drauf, wo es bei Kunden oder Mitarbeitern hängt, und baue mit ihnen das System dazu. Was ich empfehle, nutze ich in meiner eigenen Firma selbst.

Inhalt geprüft am 6.10.2026

Willst du wissen, was hinter deinen Bewertungen steckt?

In 10 bis 15 Minuten schauen wir, wo es in deinem Betrieb hängt und was der nächste kleine Schritt ist.

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Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle Rechts‑, Steuer‑ oder Finanzberatung. Company Consulting bietet keine Rechts- oder Steuerberatung an. Für verbindliche Auskünfte wende dich an eine Steuerberatung, eine Anwaltskanzlei oder die zuständige Stelle (bei INQA: deine regionale Beratungsstelle). Alle Angaben ohne Gewähr.