Quereinsteiger einstellen:So wird aus dem Neuen eine Fachkraft

Dir fehlen Fachkräfte, aber es gibt Leute mit Lust aufs Handwerk. Mit klaren Aufgaben, Einarbeitung und Förderung wird daraus echte Verstärkung.

  • Keine Zeit zum Anlernen? Ein fester Plan und ein Pate kosten weniger Zeit als eine Stelle, die monatelang leer bleibt.
  • Schon mal mit einem Quereinsteiger reingefallen? Oft waren die Erwartungen auf beiden Seiten unklar. Die kannst du vorher klären.
  • Weiterbildung kannst du dir nicht leisten? Die Arbeitsagentur kann Lehrgangskosten und einen Teil des Lohns übernehmen, gerade in kleinen Betrieben.
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Maximilian Rothenberger, Company Consulting KMU

Kurz gesagt

Quereinsteiger einstellen heißt: Du holst Leute ohne Ausbildung in deinem Gewerk in den Betrieb und machst sie Schritt für Schritt zu Fachkräften. Das klappt, wenn du klare Einstiegsaufgaben festlegst, auf Haltung und Praxis statt auf Zeugnisse schaust und einen festen Einarbeitungsplan mit Paten hast. Die Arbeitsagentur kann die Qualifizierung fördern, auch eine Teilqualifizierung, für kleine Betriebe mit Lehrgangskosten und Lohnzuschuss.

Einstieg klar schneiden

Welche Aufgaben kann ein Neuer ohne Ausbildung ab Woche eins übernehmen? Das legst du vorher fest.

Eignung im Praxistag

Zuverlässigkeit, Geschick und Lernlust siehst du in der Werkstatt besser als im Lebenslauf.

Einarbeitung mit Paten

Ein fester Ansprechpartner, ein Stufenplan und kurze Gespräche. Sonst lernt er nur nebenbei.

Qualifizierung fördern lassen

Weiterbildung und Teilqualifizierung kann die Arbeitsagentur fördern. Vor Beginn ansprechen.

Begriff

Was bedeutet Quereinsteiger, und warum lohnt sich der Blick für deinen Betrieb?

Ein Quereinsteiger arbeitet in einem Beruf, den er nicht gelernt hat. Er bringt dafür etwas anderes mit: Lebenserfahrung, Arbeitshaltung, oft handwerkliches Geschick aus dem Hobby oder einem verwandten Beruf. Wenn ausgebildete Fachkräfte kaum zu finden sind, wird aus dieser Gruppe eine echte Quelle für passende Leute.

Wer nur nach Gesellen mit Erfahrung in genau deinem Gewerk sucht, sucht in einem kleinen Becken. Der Quereinstieg ins Handwerk erweitert es. Die Frage ist nicht, ob jemand alles kann, sondern ob er das Zeug hat, es bei dir zu lernen.

Wer als Quereinsteiger kommtWas er oft mitbringtWorauf du achten solltest
Helfer mit Erfahrung, aber ohne AbschlussBaustellenalltag, Werkzeug, TempoGewohnheiten, die nicht zu deinem Standard passen; Abschluss nachholen?
Leute aus verwandten Berufen (Industrie, Kfz, Hausmeisterdienst)Technisches Verständnis, Maschinen, MessenAndere Arbeitsweise, Umstellung auf wechselnde Einsatzorte
Leute aus ganz anderen Branchen (Handel, Gastro, Logistik)Kundenkontakt, Belastbarkeit, PünktlichkeitGrundlagen fehlen ganz, Einarbeitung braucht mehr Zeit
Studien- oder AusbildungsabbrecherTheorie, schnelles LernenEhrlich klären, warum es vorher nicht gepasst hat
Fachkräfte mit ausländischem AbschlussOft viel Praxis im BerufAnerkennung des Abschlusses prüfen, Sprache für Sicherheit und Kunden

Typische Gruppen, keine Rangfolge. Welche zu deinem Betrieb passt, hängt von deinen Aufgaben ab.

Aufgaben

Für welche Aufgaben kannst du Quereinsteiger einstellen?

Für alles, was sich in überschaubarer Zeit sicher anlernen lässt: vorbereiten, zuarbeiten, montieren nach Anleitung, Material und Fahrzeuge, später feste Teilaufgaben allein. Nicht für Arbeiten, für die Vorschriften eine Fachkraft verlangen. Schneide die Stelle so, dass der Neue ab der ersten Woche etwas Sinnvolles schafft und Stufe für Stufe mehr übernimmt.

Gut für den Einstieg

  • Baustelle vorbereiten, aufräumen, Material richten
  • Zuarbeiten bei Montage und Demontage
  • Wiederkehrende Arbeiten nach festem Ablauf, zum Beispiel in der Vorfertigung
  • Lager, Fahrzeuge und Werkzeugpflege
  • Aufmaß und Fotos nach Checkliste

Erst später oder nur mit Fachkraft

  • Arbeiten, für die Vorschriften eine Fachkraft verlangen, etwa an elektrischen Anlagen
  • Abnahmen und Prüfungen, die du unterschreibst
  • Allein beim Kunden, bevor Grundlagen und Auftreten sitzen
  • Gefährliche Maschinen ohne Einweisung und Übung

Quereinstieg im Handwerk in Stufen planen

  1. 1

    Mithelfen

    Immer mit einem erfahrenen Kollegen. Werkzeug, Material, Abläufe und Sicherheit kennenlernen.
  2. 2

    Teilaufgaben allein

    Einzelne Arbeitsschritte, die der Pate vorher gezeigt hat und danach kontrolliert.
  3. 3

    Eigene Aufgaben

    Feste Bereiche, für die er zuständig ist, zum Beispiel Vorfertigung oder kleinere Montagen.
  4. 4

    Abschluss planen

    Wenn es passt: Teilqualifizierung, Umschulung oder Externenprüfung. Mehr dazu weiter unten.

Schreib die Stufen auf, bevor du die Stelle ausschreibst. Dann kannst du im Gespräch ehrlich sagen, was den Neuen erwartet, und in der Anzeige gezielt Quereinsteiger ansprechen.

Eignung

Woran erkennst du, ob ein Quereinsteiger zu deinem Betrieb passt?

Nicht am Zeugnis, sondern an Haltung und Praxis. Kommt er pünktlich, fragt er nach, packt er mit an, hält er einen Tag auf der Baustelle durch? Dazu Geschick, Lernlust und eine ehrliche Antwort darauf, warum er wechseln will. Am meisten siehst du an einem gemeinsamen Praxistag, nicht im Gespräch am Schreibtisch.

Gute Zeichen

  • Ein klarer Grund für den Wechsel, der nicht nur „irgendwas anderes“ ist
  • Er hat schon mal etwas mit den Händen gebaut, repariert oder renoviert und erzählt gern davon
  • Er stellt beim Praxistag Fragen, statt nur zuzuschauen
  • Er nimmt Korrektur an, ohne beleidigt zu sein
  • Er weiß, was der Job körperlich und zeitlich bedeutet: früh raus, draußen, wechselnde Orte

Fragen fürs Kennenlernen

  • „Was hat dich an deinem bisherigen Job gestört, und was hat dir gefallen?“
  • „Was hast du schon mal selbst gebaut oder repariert?“
  • „Wie stellst du dir einen normalen Arbeitstag bei uns vor?“
  • „Wärst du bereit, in den nächsten Jahren einen Abschluss nachzuholen?“

Wie du das Gespräch aufbaust und bewertest, steht unter Bewerbungsgespräch führen. Wenn du vorher klären willst, wen du überhaupt suchst, hilft dir Viele Bewerbungen, aber keine passenden.

Praxistag sauber regeln

Ein Probetag ist im Handwerk üblich und sagt viel. Wie lang er sein darf, ob er bezahlt wird und wie der Bewerber versichert ist, klärst du vorher mit Kammer, Innung oder deinem Berater für Arbeitsrecht. Rechtsberatung ist das hier nicht.
Einarbeitung

Wie arbeitest du Quereinsteiger ein, ohne dass der Alltag stillsteht?

Mit einem Paten, einem Plan in Stufen und kurzen festen Gesprächen. Quereinsteiger brauchen mehr Grundlagen als eine Fachkraft: Begriffe, Werkzeug, Material, Sicherheit. Verteil das auf mehrere Schultern und gib dem Paten dafür Zeit. Wer nur nebenbei mitläuft, lernt langsam und springt eher wieder ab.

Pate statt Zufall

Ein erfahrener Kollege ist fest zuständig, die ersten Wochen im selben Team. Er bekommt dafür Zeit, nicht nur Zusatzarbeit.

Sicherheit zuerst

Die Unterweisung zur Arbeitssicherheit kommt vor dem ersten Einsatz. Bei Quereinsteigern lieber gründlicher als zu knapp.

Kurze Gespräche

Nach der ersten Woche, nach dem ersten Monat, vor Ende der Probezeit. Was klappt, was fehlt, was kommt als Nächstes?

Was Quereinsteiger zusätzlich brauchen

  • Eine Liste der wichtigsten Begriffe, Werkzeuge und Materialien in deinem Gewerk
  • Kurze Anleitungen oder Fotos für wiederkehrende Arbeiten, gern vom Paten mit dem Handy gemacht
  • Einen Ort für Fragen, der nicht der Chef ist
  • Rückmeldung, die konkret ist: was gut lief, was beim nächsten Mal anders

Wie du die ersten sechs Monate Woche für Woche planst, steht ausführlich unter Einarbeitung neuer Mitarbeiter. Für Quereinsteiger gilt derselbe Plan, nur mit mehr Zeit für die Grundlagen.

Förderung

Welche Förderung gibt es, wenn du Quereinsteiger weiterbildest?

Die Arbeitsagentur kann die Weiterbildung von Beschäftigten fördern, bekannt durch das Qualifizierungschancengesetz. Möglich sind Zuschüsse zu den Lehrgangskosten und zum Lohn für die Zeit im Kurs. Kleine Betriebe bekommen die höchsten Sätze. Für Beschäftigte ohne Berufsabschluss sind die Bedingungen noch günstiger. Wichtig: vor Beginn mit dem Arbeitgeber-Service sprechen.

BetriebsgrößeZuschuss LehrgangskostenZuschuss zum Lohn
unter 50 Beschäftigte100 %bis zu 75 %
50 bis 499 Beschäftigte50 % (ab 45 Jahren oder bei Schwerbehinderung 100 %)bis zu 50 %
ab 500 Beschäftigte25 %bis zu 25 %

Weiterbildung Beschäftigter (Anpassungsqualifizierung nach § 82 SGB III), Förderkonditionen laut Merkblättern der Agenturen für Arbeit, gültig seit 1. April 2024 (u. a. Agentur für Arbeit Regensburg, Stand 2025). Mit Betriebsvereinbarung oder Tarifvertrag zur Weiterbildung jeweils 5 Prozentpunkte mehr. Die Förderung liegt im Ermessen der Agentur. Stand Oktober 2026.

Voraussetzungen in Kürze

  • Die Weiterbildung dauert mehr als 120 Unterrichtsstunden, das muss nicht am Stück sein.
  • Träger und Kurs sind für die Förderung durch die Arbeitsagentur zugelassen.
  • Es geht um mehr als eine kurze Schulung nur für deinen Arbeitsplatz, etwa für eure Software.
  • Der letzte Berufsabschluss liegt in der Regel mindestens zwei Jahre zurück, und in den letzten zwei Jahren gab es keine solche Förderung.
  • Du sprichst die Agentur an, bevor der Kurs beginnt.

Mitarbeiter ohne Berufsabschluss

Für Beschäftigte ohne anerkannten Abschluss fördert die Agentur auch den Weg zum Abschluss: Umschulung, Vorbereitung auf die Externenprüfung, Teilqualifizierung. Laut Arbeitsagentur besteht darauf unter bestimmten Voraussetzungen sogar ein Rechtsanspruch. Die Zuschüsse zum Lohn können dabei höher sein als in der Tabelle. Welche Sätze für deinen Fall gelten, sagt dir der Arbeitgeber-Service deiner Agentur.

Für die Einstellung selbst gibt es unter Umständen einen Eingliederungszuschuss, wenn jemand deutlich mehr Einarbeitung braucht als üblich. Ob er in Frage kommt, entscheidet die Agentur im Einzelfall. Die Arbeitsagentur rät, sie vor einer Einstellungszusage anzusprechen, nicht danach.

Teilqualifizierung

Was ist eine Teilqualifizierung, und wann passt sie für Quereinsteiger?

Bei einer Teilqualifizierung wird ein Ausbildungsberuf in Module aufgeteilt. Jedes Modul endet mit einer Prüfung und einem Zertifikat, nach allen Modulen ist der Weg zur Prüfung im Beruf offen. Das passt für Erwachsene ohne Abschluss, die schon im Betrieb arbeiten und Schritt für Schritt Fachkraft werden wollen, ohne alles auf einmal.

  1. 1

    Klären, ob es Module gibt

    Teilqualifizierungen gibt es nicht für jeden Beruf und nicht überall. Frag bei Kammer und Arbeitsagentur nach, was es für dein Gewerk in der Region gibt.
  2. 2

    Modul für Modul lernen

    Kurs beim Bildungsträger, ein Teil davon als Praxis im Betrieb. Nach jedem Modul gibt es eine Kompetenzfeststellung und ein Zertifikat.
  3. 3

    Fördern lassen

    Lehrgangskosten und Lohnzuschuss können über die Weiterbildungsförderung der Arbeitsagentur laufen. Antrag vor Beginn.
  4. 4

    Abschluss nachholen

    Nach allen Modulen kann dein Mitarbeiter zur Prüfung im anerkannten Ausbildungsberuf zugelassen werden.

Vorteil für dich

Dein Mitarbeiter bleibt im Betrieb, lernt in Etappen und wird nach jedem Modul ein Stück selbstständiger.

Vorteil für ihn

Jedes Modul ist ein Nachweis, den er in der Hand hat. Am Ende steht ein richtiger Berufsabschluss.

Andere Wege zum Abschluss sind die Umschulung, die meist kürzer ist als eine Erstausbildung, und die Externenprüfung. Zu der wird im Handwerk in der Regel zugelassen, wer mindestens das Eineinhalbfache der Ausbildungszeit im Beruf gearbeitet hat oder seine Fähigkeiten anders glaubhaft macht. Welcher Weg passt, klärst du am besten gemeinsam mit deinem Mitarbeiter und der Kammer.

Lohn

Was zahlst du Quereinsteigern, und wie bleibt es im Team fair?

Untergrenze ist der gesetzliche Mindestlohn, seit Januar 2026 sind das 13,90 Euro brutto pro Stunde. In einigen Gewerken gilt ein höherer Branchenmindestlohn, und bist du tarifgebunden, gilt der Tarif. Fair im Team wird es, wenn der Lohn an Stufen hängt, die jeder kennt: was jemand kann, nicht wie gut er verhandelt hat.

  • Prüf, ob für dein Gewerk ein Branchenmindestlohn gilt, zum Beispiel im Dachdecker-, Elektro- oder Malerhandwerk. Auskunft gibt dir deine Innung oder Kammer.
  • Leg Lohnstufen fest, die an den Stufen der Einarbeitung hängen: Mithelfen, Teilaufgaben, eigene Aufgaben, Abschluss.
  • Sag schon im Gespräch, wann und wofür es mehr gibt. Das ist für Quereinsteiger ein starker Grund zu bleiben.
  • Achte darauf, dass Quereinsteiger nicht mehr verdienen als Gesellen mit Abschluss im selben Team, sonst kippt die Stimmung.

Ehrlich bleiben

Wer aus einem anderen Beruf kommt, verdient am Anfang vielleicht weniger als vorher. Sprich das offen an und zeig den Weg nach oben.

Mehr als Geld

Gutes Werkzeug, ein fester Pate und ein Abschluss in Aussicht sind für viele Quereinsteiger genauso viel wert.

Rechts- oder Steuerberatung ist das hier nicht. Bei Fragen zu Tarif und Lohngestaltung helfen Innung, Kammer und dein Steuerberater.

Wenn dein Engpass weniger beim Finden liegt als beim Anlernen und Halten, zeigt dir das Engpass-System, wie wir das mit deinem Team angehen. Weitere Wege zu neuen Leuten findest du unter Mitarbeiter finden.

Förderung

Kann ich mir das fördern lassen?

Ja, wenn dein Betrieb die Voraussetzungen erfüllt: Die Beratung mit deinem Team kann über das INQA-Coaching bis zu 80 % gefördert werden. Über den Beratungsscheck (INQA-Coaching-Scheck) entscheidet die regionale Beratungsstelle nach einer kostenlosen Erstberatung.

INQA-Coaching: bis zu 80 % gefördert

Die Prozessarbeit mit dir und deinem Team kann über das Bundesprogramm INQA-Coaching bis zu 80 % gefördert werden, wenn dein Betrieb mindestens eine Vollzeitkraft hat, seit mindestens zwei Jahren am Markt ist und weniger als 250 Leute beschäftigt.

INQA-Coaching mit mir

Ehrlich zum Geld

Du zahlst die Rechnungen zuerst selbst. Nach Abschluss stellst du den Erstattungsantrag und bekommst 80 % des förderfähigen Netto-Honorars zurück. Förderfähig sind höchstens 1.200 € netto je Beratertag, was darüber liegt, trägt dein Betrieb selbst. Abschlagszahlungen nach Phasen verteilen die Vorfinanzierung. Fahrtkosten sind nicht förderfähig.

Förderung und Eigenanteil

Umsetzung ist extra

Website, Vorauswahl, Automatisierung oder Zahlen-Übersicht baue ich auf Wunsch danach als eigenes, selbst bezahltes Angebot. Das ist nicht Teil der Förderung, und du kannst es auch an jemand anderen vergeben.

Umsetzung

Quereinsteiger gut aufzunehmen, ist Prozessarbeit mit deinem Team: Einstiegsaufgaben festlegen, Patenrolle klären, einen Einarbeitungsplan in Stufen und einen Gesprächsleitfaden erarbeiten. Das kann im INQA-Coaching bis zu 80 % gefördert werden.

Die Weiterbildung deiner Quereinsteiger ist davon getrennt und läuft über die Arbeitsagentur, mit eigenem Antrag und eigenen Regeln.

So begleite ich dich

Wie läuft die Zusammenarbeit mit mir ab?

  1. 1

    Kostenloser Engpass-Check

    In 10 bis 15 Minuten klären wir, ob es eher an Kunden oder an Mitarbeitern hängt und was der nächste kleine Schritt ist.

  2. 2

    Engpass finden

    Gespräch mit dir, kurze anonyme Befragung im Team, Blick auf die Abläufe. Am Ende steht ein Engpass, nicht zehn.

  3. 3

    System bauen

    Wir erarbeiten die Lösung mit deinem Team, gern im INQA-Coaching mit bis zu 80 % Förderung. Die Umsetzung gibt es auf Wunsch extra.

  4. 4

    Messen

    Wenige Zahlen, auf die du schauen musst. Daran siehst du, was wirkt, und wo der nächste Engpass liegt.

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FAQ

Häufige Fragen: Quereinsteiger einstellen

Was bedeutet Quereinsteiger?

Ein Quereinsteiger arbeitet in einem Beruf, für den er keine passende Ausbildung hat. Er kommt aus einem anderen Beruf, aus einer anderen Branche oder hat noch gar keinen Abschluss. Manchmal heißt das auch Seiteneinsteiger. Im Handwerk sind das oft Leute aus Industrie, Handel, Gastronomie oder Logistik, die lieber mit den Händen arbeiten wollen.

Kann man im Handwerk ohne Ausbildung arbeiten?

Ja, als Helfer oder angelernte Kraft geht das in vielen Gewerken. Grenzen setzen Vorschriften, die für bestimmte Arbeiten eine Fachkraft verlangen, zum Beispiel an elektrischen Anlagen. Wer dauerhaft bleiben will, kann den Abschluss später nachholen, etwa über eine Teilqualifizierung, eine Umschulung oder die Externenprüfung.

Welche Förderung gibt es, wenn ich Quereinsteiger einstelle?

Für die Qualifizierung kann die Arbeitsagentur Lehrgangskosten und einen Zuschuss zum Lohn übernehmen, kleine Betriebe bekommen dabei die höchsten Sätze. Für Beschäftigte ohne Berufsabschluss sind die Bedingungen noch günstiger. Braucht jemand deutlich mehr Einarbeitung, kommt ein Eingliederungszuschuss in Frage. Sprich die Agentur vor der Einstellungszusage an.

Was ist der Unterschied zwischen Quereinstieg und Umschulung?

Beim Quereinstieg fängst du einfach an zu arbeiten und lernst im Betrieb. Eine Umschulung ist eine geregelte Ausbildung für Erwachsene, die mit der Prüfung im neuen Beruf endet und meist kürzer ist als eine Erstausbildung. Beides lässt sich verbinden: erst einsteigen, dann den Abschluss berufsbegleitend nachholen.

Wie lange dauert die Einarbeitung von Quereinsteigern?

Länger als bei einer Fachkraft, wie lange genau, hängt von Gewerk, Aufgaben und Vorerfahrung ab. Plane die ersten Wochen eng mit einem Paten und lege für die Zeit bis zum Ende der Probezeit Stufen fest: Was soll er dann allein können? So siehst du früh, ob es vorangeht.

Können Quereinsteiger den Gesellenbrief nachholen?

Ja. Wer lange genug im Beruf gearbeitet hat, kann zur Externenprüfung zugelassen werden, im Handwerk in der Regel nach dem Eineinhalbfachen der Ausbildungszeit oder wenn die Fähigkeiten anders glaubhaft gemacht werden. Schneller planbar sind oft eine Teilqualifizierung in Modulen oder eine Umschulung. Was für deinen Mitarbeiter passt, klärt die Kammer.

Gehört das Thema Quereinsteiger zum INQA-Coaching?

Die Arbeit an Abläufen mit deinem Team, ja: Einstiegsaufgaben festlegen, Patenrolle klären, Einarbeitungsplan und Gesprächsleitfaden erarbeiten. Das kann bis zu 80 % gefördert werden, wenn dein Betrieb die Voraussetzungen erfüllt. Die Förderung der Weiterbildung selbst läuft getrennt über die Arbeitsagentur.

Maximilian Rothenberger

Über den Autor

Maximilian Rothenberger

INQA-autorisierter Coach · B.Sc. Wirtschaftspsychologie

Selbstständiger Trainer und Coach seit 2016. Ich schaue mit Betrieben drauf, wo es bei Kunden oder Mitarbeitern hängt, und baue mit ihnen das System dazu. Was ich empfehle, nutze ich in meiner eigenen Firma selbst.

Inhalt geprüft am 6.10.2026

Willst du Quereinsteiger zu Fachkräften machen?

In 10 bis 15 Minuten schauen wir, ob Quereinsteiger für deinen Betrieb ein Weg sind und was der nächste kleine Schritt ist.

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Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle Rechts‑, Steuer‑ oder Finanzberatung. Company Consulting bietet keine Rechts- oder Steuerberatung an. Für verbindliche Auskünfte wende dich an eine Steuerberatung, eine Anwaltskanzlei oder die zuständige Stelle (bei INQA: deine regionale Beratungsstelle). Alle Angaben ohne Gewähr.