Marketing für Handwerker:weniger Gießkanne, mehr passende Anfragen

Welche Kanäle für deinen Betrieb wirklich zählen, was du selbst machen kannst und woran du merkst, was Aufträge bringt.

  • Keine Zeit für Marketing neben der Baustelle? Ein paar feste Handgriffe im Monat reichen, wenn es die richtigen sind.
  • Schon mal Geld für Anzeigen verbrannt? Deshalb schauen wir zuerst, welcher Kanal dir überhaupt Aufträge bringt.
  • Die Agentur will gleich ein Jahresbudget? Vieles machst du selbst. Eine Agentur lohnt sich erst für klar umrissene Aufgaben.
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Maximilian Rothenberger, Company Consulting KMU

Kurz gesagt

Marketing für Handwerker heißt nicht, überall ein bisschen präsent zu sein. Für die meisten Betriebe zählen wenige Kanäle: ein gepflegtes Google-Unternehmensprofil, eine Website, die Anfragen bringt, Empfehlungen zufriedener Kunden und das, was vor Ort sichtbar ist, also Fahrzeug, Baustellenschild und Werkstatt. Social Media kommt danach. Entscheidend ist, dass du bei jeder Anfrage die Quelle notierst und nur ausbaust, was nachweislich Aufträge bringt.

Gefunden werden

Google-Unternehmensprofil und Website sind die Stellen, an denen Kunden suchen, wenn sie einen Handwerker brauchen.

Empfehlungen mit System

Zu einem festen Zeitpunkt fragen, statt zu hoffen, dass zufriedene Kunden von selbst weitererzählen.

Sichtbar vor Ort

Fahrzeug, Baustellenschild und Werkstatt werben jeden Tag in deinem Einzugsgebiet, wenn sie klar und ordentlich sind.

Messen statt Gießkanne

Bei jeder Anfrage die Quelle notieren. Ausbauen, was Aufträge bringt, weglassen, was nur Geld kostet.

Gießkanne

Warum bringt Marketing für Handwerker oft so wenig?

Weil es oft nach Zufall läuft: hier eine Anzeige, dort ein Post, mal ein Banner beim Sportverein. Hinterher weiß keiner, was davon Aufträge gebracht hat. Das Geld ist weg, die Zeit auch, und es bleibt das Gefühl, Marketing funktioniere im Handwerk nicht. Es funktioniert, aber nur mit wenigen Kanälen und einem Blick auf die Zahlen.

Dein Betrieb ist über Jahre gewachsen, meistens über gute Arbeit und Mundpropaganda. Das ist eine starke Grundlage. Schwierig wird es, wenn die Empfehlungen allein nicht mehr reichen, wenn ein großer Stammkunde wegfällt oder wenn die falschen Aufträge kommen. Dann wird hektisch „Marketing gemacht“, und genau da beginnt die Gießkanne.

Typische Zeichen für Marketing nach Zufall

  • Ein Vertreter verkauft dir eine Anzeige, und du weißt nicht, ob sich je jemand darauf gemeldet hat
  • Die Website ist ein paar Jahre alt, und niemand im Betrieb weiß, wer die Zugangsdaten hat
  • Social Media wird im Frühjahr motiviert gestartet und schläft im Sommer wieder ein
  • Auf die Frage „Woher kommen eure guten Aufträge?“ gibt es nur ein Bauchgefühl
  • Es kommen Anfragen, aber oft für Arbeiten, die ihr gar nicht machen wollt

Erst prüfen, ob Marketing dein Engpass ist

Hast du eigentlich genug Aufträge, aber zu wenige Leute, um sie abzuarbeiten, bringt mehr Marketing nur mehr Absagen. Dann liegt der Engpass bei den Mitarbeitern, siehe Mitarbeiter finden. Kommen genug Anfragen, aber die falschen, geht es eher ums Vorsortieren als um mehr Reichweite.
Kanäle

Welche Kanäle zählen im Marketing für einen Handwerksbetrieb wirklich?

Für die meisten Betriebe sind es fünf: das Google-Unternehmensprofil, die eigene Website, Empfehlungen, die Sichtbarkeit vor Ort mit Fahrzeug, Baustellenschild und Werkstatt und mit Abstand Social Media. Welche davon bei dir am meisten bringen, hängt von Gewerk, Region und Auftragsart ab. Deshalb gehört zu jedem Kanal die Frage, ob er messbar Anfragen bringt.

KanalWofür er gut istLaufender AufwandSelbst machbar?
Google-UnternehmensprofilGefunden werden, wenn jemand „Gewerk + Ort“ sucht. Anrufe, Wegbeschreibungen, Bewertungengering, wenn es einmal sauber eingerichtet istja
WebsiteVertrauen schaffen und aus Besuchern Anfragen machengering bis mittel, je nach ZustandPflege ja, Umbau oft mit Hilfe
EmpfehlungenKunden, die schon Vertrauen mitbringengering, wenn es eine feste Routine gibtja
Fahrzeug, Baustellenschild, WerkstattBekanntheit im Einzugsgebiet, jeden Tageinmalig, danach fast keinerBeschriftung mit Hilfe, Rest ja
Social MediaArbeit zeigen, Betrieb greifbar machen, auch für Bewerbermittel bis hoch, braucht Regelmäßigkeitja, wenn jemand es gern macht
Anzeigen (online oder gedruckt)Gezielt zusätzliche Anfragen, wenn die Grundlage stehtGeld plus Betreuungmit Erfahrung oder Hilfe

Einordnung für einen typischen Betrieb mit 5–30 Leuten. Was bei dir trägt, zeigt erst die Quelle jeder Anfrage.

Die ersten beiden Zeilen sind für die Kundengewinnung im Handwerk meist die wichtigsten, weil Kunden genau dort suchen, wenn sie einen Handwerker brauchen. Wie du dein Profil einrichtest und pflegst, steht unter Google-Unternehmensprofil für Handwerker. Warum eine Website Besucher hat, aber keine Anfragen bringt, unter Website bringt keine Anfragen.

Vermittlungsportale

Portale, bei denen du für Anfragen bezahlst, können Lücken füllen. Prüf vorher, ob eine Anfrage nur an dich geht oder an mehrere Betriebe gleichzeitig, und rechne nach, wie viele dieser Anfragen am Ende zu Aufträgen werden.
Empfehlung

Wie machst du aus Empfehlungen ein System statt Zufall?

Empfehlungen sind in vielen Handwerksbetrieben ein wichtiger Weg zu neuen Kunden, aber sie passieren meist nebenbei. Ein System heißt: Du fragst zu einem festen Zeitpunkt, etwa bei der Abnahme, ob der Kunde zufrieden ist und wem er euch empfehlen würde. Du machst es ihm leicht, und du bedankst dich, wenn daraus ein Auftrag wird.

  1. 1

    Zeitpunkt festlegen

    Bei der Abnahme oder Übergabe, wenn der Kunde das fertige Ergebnis sieht und zufrieden ist. Nicht Wochen später per Mail.
  2. 2

    Frage vorbereiten

    Ein, zwei Sätze, die jeder im Team sagen kann, nicht nur der Chef. Beispiel unten.
  3. 3

    Etwas mitgeben

    Zwei Visitenkarten oder eine kleine Karte mit Name, Gewerk, Telefonnummer und dem Link zur Bewertung im Google-Profil.
  4. 4

    Quelle notieren und danken

    Kommt eine Anfrage über eine Empfehlung, notierst du, von wem. Wird ein Auftrag daraus, rufst du kurz an und sagst Danke.

Formulierungsbeispiel bei der Abnahme

„Sind Sie mit allem zufrieden? Das freut uns. Wir leben vor allem davon, dass zufriedene Kunden uns weiterempfehlen. Wenn Sie jemanden kennen, der Ähnliches vorhat, geben Sie gern unsere Karte weiter. Und wenn Sie zwei Minuten haben: Über eine ehrliche Bewertung bei Google freuen wir uns sehr.“

Die Kundin wird hier gesiezt, weil viele Betriebe ihre Kunden so ansprechen. Nimm die Anrede, die zu deinem Betrieb passt.

Empfehlung ja, gekaufte Bewertung nein

Ein Dankeschön für eine Empfehlung, aus der ein Auftrag wird, ist deine Sache. Für eine Google-Bewertung darfst du dagegen keine Gegenleistung anbieten, also keinen Rabatt und kein Geschenk. Bitten darfst du jeden Kunden, und zwar alle, nicht nur die, von denen du Lob erwartest. Die Frage nach der Bewertung gehört deshalb auch zu Abnahmen, die nicht ganz rund liefen.
Vor Ort

Was bringen Fahrzeug, Baustellenschild und Werkstatt als Werbung?

Mehr, als viele denken, wenn drei Dinge stimmen: Man erkennt sofort, was ihr macht, man findet euch danach leicht im Netz, und alles sieht ordentlich aus. Das Fahrzeug fährt jeden Tag durch dein Einzugsgebiet, das Baustellenschild steht wochenlang beim Nachbarn deines Kunden. Ein verdrecktes Auto oder ein schiefes Schild wirbt allerdings auch, nur in die falsche Richtung.

Checkliste für die Fahrzeugbeschriftung

  • Das Gewerk steht groß drauf, nicht nur der Firmenname. Wer euch nicht kennt, muss sofort sehen, was ihr macht
  • Der Ort oder das Einzugsgebiet ist erkennbar
  • Eine kurze Webadresse oder der Name so, dass man ihn bei Google sofort findet
  • Die Telefonnummer ist aus ein paar Metern Entfernung lesbar
  • Keine lange Liste mit allen Leistungen, die liest an der Ampel niemand

Baustellenschild und Werkstatt

Ein ordentliches Schild am Bauzaun oder am Gerüst zeigt den Nachbarn: Hier arbeitet ein Betrieb aus der Gegend. Frag vorher den Bauherrn, ob du es aufstellen darfst, und nimm es nach der Abnahme wieder mit. Auch die Werkstatt und der Hof werben, für Kunden und für Bewerber, die vorbeifahren. Aufgeräumt wirkt hier mehr als jede Hochglanzbroschüre.

So erfährst du, ob es wirkt

Frag bei jedem Erstkontakt: „Wie sind Sie auf uns gekommen?“ Antworten wie „Ich hab euer Auto gesehen“ oder „Bei meinem Nachbarn stand euer Schild“ notierst du als Quelle. Ohne diese Frage weißt du nie, was dein Fahrzeug bringt.
Social Media

Lohnt sich Social Media für deinen Handwerksbetrieb?

Manchmal, aber selten als erster Schritt. Für neue Kunden sind Google-Profil, Website und Empfehlungen meist der direktere Weg, weil dort gesucht wird, wenn jemand einen Handwerker braucht. Social Media lohnt sich eher, wenn deine Arbeit gut zu zeigen ist, wenn du auch Bewerber erreichen willst und wenn jemand im Betrieb das regelmäßig und gern macht.

Spricht dafür

  • Eure Arbeit sieht man gut: Vorher und nachher, Bäder, Dächer, Stahlbau, Holz
  • Ihr sucht auch Leute, und Bewerber wollen sehen, wie es bei euch zugeht
  • Jemand im Team fotografiert gern und hat Lust, regelmäßig etwas zu zeigen

Spricht dagegen

  • Niemand hat Zeit, und der Chef soll es abends nebenbei machen
  • Profil und Website sind noch nicht in Ordnung
  • Es fehlt ein Ziel, außer „man muss da ja sein“

Wenn du startest, dann so

  • Eine Plattform statt drei. Die, auf der deine Kunden oder künftigen Leute aus der Gegend unterwegs sind
  • Ein fester Rhythmus, den ihr auch in der Hochsaison haltet, lieber seltener und dafür durchgehend
  • Echte Baustellen und echte Leute statt Werbebilder. Vorher Kunde und Mitarbeitende fragen, ob sie einverstanden sind
  • Bei jedem Beitrag klar, wie man euch erreicht

Impressum nicht vergessen

Auch ein geschäftliches Profil in sozialen Netzwerken braucht nach § 5 Digitale-Dienste-Gesetz ein Impressum oder einen gut erreichbaren Link dorthin. Das ist ein allgemeiner Hinweis, keine Rechtsberatung. Im Zweifel fragst du bei deiner Kammer nach.
Selbst oder Agentur

Was kannst du selbst machen, und wann lohnt sich eine Agentur?

Selbst machen kannst du fast alles, was mit Pflege zu tun hat: Google-Profil aktuell halten, Fotos von Baustellen, Empfehlungen anstoßen, die Quelle jeder Anfrage notieren. Eine Agentur lohnt sich für klar umrissene Aufgaben, die Fachwissen brauchen, etwa eine neue Website oder eine Anzeigenkampagne mit messbarem Ziel. Ohne dieses Ziel kaufst du nur Reichweite.

AufgabeSelbst oder im TeamMit Hilfe von außen
Google-Profil pflegenFotos, Öffnungszeiten, Antworten auf BewertungenEinmalige Einrichtung, wenn es hakt
WebsiteTexte prüfen, Bilder liefern, Referenzen ergänzenUmbau oder Neubau, Technik, Ladezeit
EmpfehlungenRoutine bei der Abnahme, Karten, Dankekaum nötig
Fahrzeug und SchildInhalt festlegenGestaltung und Beschriftung
Social MediaFotos und kurze Texte aus dem AlltagStartplan, wenn niemand Erfahrung hat
AnzeigenZiel und Obergrenze festlegen, Ergebnis prüfenEinrichtung und Betreuung

Fragen an eine Agentur, bevor du unterschreibst

  • Woran messen wir gemeinsam, ob es funktioniert, an Klicks oder an Anfragen und Aufträgen?
  • Wem gehören Website, Profile, Anzeigenkonten und Zugangsdaten, wenn wir auseinandergehen?
  • Wie lange läuft der Vertrag, und wie kommen wir raus?
  • Was muss ich oder mein Team liefern, und wie viel Zeit kostet uns das?
  • Wer kümmert sich um die Anfragen, die reinkommen, und bis wann?

Bevor du Geld ausgibst, lohnt ein Blick zu deiner Handwerkskammer. Die Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz zum Beispiel bietet ihren Mitgliedsbetrieben einen Homepage-Check durch den Betriebsberater und einen Digitalisierungs-Check an. Frag bei deiner Kammer nach, was es dort gibt.

Zahlen, auf die du schauen musst

Woran erkennst du, welches Marketing dir neue Kunden bringt?

Daran, dass du bei jeder Anfrage die Quelle notierst und später nachschaust, was daraus geworden ist. Nach ein paar Monaten siehst du, welcher Kanal Anfragen bringt, welcher Aufträge und welcher nur Arbeit. Dann baust du aus, was trägt, und lässt weg, was nichts bringt. Das ist der Unterschied zwischen Gießkanne und System.

Spalte in deiner ListeWas du einträgstWas du daraus lernst
DatumTag der AnfrageSaison und Spitzen
QuelleGoogle, Website, Empfehlung von …, Fahrzeug, Schild, Social Media, PortalWelcher Kanal überhaupt Anfragen bringt
Passt?ja, nein, unklarWelcher Kanal die passenden Anfragen bringt
AngebotDatum und ungefähre HöheWie viel Arbeit jede Quelle macht
Ergebnisgewonnen, verloren, offenWelcher Kanal Aufträge bringt, nicht nur Anrufe

Beispiel für eine einfache Liste. Eine Tabelle oder Tafel im Büro reicht für den Anfang.

Viele Aufträge gehen nicht beim Marketing verloren, sondern danach: Das Angebot ist raus, und keiner meldet sich mehr. Wie du dort eine feste Routine aufbaust, steht unter Angebote nachfassen.

Ich arbeite für meine eigene Firma genau so: Jede Anfrage landet in einer Pipeline, und in meinem Cockpit sehe ich, woher sie kam und was daraus wurde. Ich empfehle dir nichts, was ich nicht selbst nutze.

Anfangen

Wie fängst du mit Marketing für deinen Handwerksbetrieb an?

Mit einer ehrlichen Bestandsaufnahme statt mit einer neuen Kampagne. Zwei Monate lang notierst du die Quelle jeder Anfrage. Parallel bringst du Google-Profil und Website in Ordnung und legst fest, wann ihr nach Empfehlungen fragt. Erst danach entscheidest du, ob sich Geld für Anzeigen, Social Media oder eine Agentur lohnt.

Monat 1: hinschauen

Quelle jeder Anfrage notieren. Google-Profil vollständig machen. Frage bei der Abnahme einführen.

Monat 2: Grundlage

Website auf einen klaren nächsten Schritt prüfen, Fahrzeug und Schild ansehen, erste Zahlen anschauen.

Monat 3: entscheiden

Was bringt passende Anfragen? Das baust du aus. Erst jetzt über Anzeigen, Social Media oder Agentur sprechen.

Marketing im Handwerksbetrieb ist damit kein Projekt, das einmal erledigt ist, sondern ein kleiner fester Ablauf. Genau so arbeitet das Engpass-System: erst schauen, wo es hängt, dann ein Werkzeug wählen, dann messen.

Ob dein Engpass wirklich beim Gefundenwerden liegt oder an einer anderen Stelle zwischen Anfrage und Auftrag, klären wir im Engpass-Check. Alle Stationen vom ersten Kontakt bis zum Auftrag findest du in der Übersicht Kunden gewinnen.

Förderung

Kann ich mir das fördern lassen?

Ja, wenn dein Betrieb die Voraussetzungen erfüllt: Die Beratung mit deinem Team kann über das INQA-Coaching bis zu 80 % gefördert werden. Über den Beratungsscheck (INQA-Coaching-Scheck) entscheidet die regionale Beratungsstelle nach einer kostenlosen Erstberatung.

INQA-Coaching: bis zu 80 % gefördert

Die Prozessarbeit mit dir und deinem Team kann über das Bundesprogramm INQA-Coaching bis zu 80 % gefördert werden, wenn dein Betrieb mindestens eine Vollzeitkraft hat, seit mindestens zwei Jahren am Markt ist und weniger als 250 Leute beschäftigt.

INQA-Coaching mit mir

Ehrlich zum Geld

Du zahlst die Rechnungen zuerst selbst. Nach Abschluss stellst du den Erstattungsantrag und bekommst 80 % des förderfähigen Netto-Honorars zurück. Förderfähig sind höchstens 1.200 € netto je Beratertag, was darüber liegt, trägt dein Betrieb selbst. Abschlagszahlungen nach Phasen verteilen die Vorfinanzierung. Fahrtkosten sind nicht förderfähig.

Förderung und Eigenanteil

Umsetzung ist extra

Website, Vorauswahl, Automatisierung oder Zahlen-Übersicht baue ich auf Wunsch danach als eigenes, selbst bezahltes Angebot. Das ist nicht Teil der Förderung, und du kannst es auch an jemand anderen vergeben.

Umsetzung

Beim Thema Marketing heißt das: Im geförderten Coaching machen wir mit deinem Team sichtbar, woher eure Anfragen heute kommen, legen fest, welche Kanäle ihr pflegt und wer sich darum kümmert, und klären, welche Zahlen ihr künftig anschaut.

Website umbauen, Profile einrichten oder Anzeigen schalten ist Umsetzung. Das gehört nicht zum geförderten Coaching. Du kannst es frei vergeben, auch an mich, als eigenes, selbst bezahltes Angebot.

So begleite ich dich

Wie läuft die Zusammenarbeit mit mir ab?

  1. 1

    Kostenloser Engpass-Check

    In 10 bis 15 Minuten klären wir, ob es eher an Kunden oder an Mitarbeitern hängt und was der nächste kleine Schritt ist.

  2. 2

    Engpass finden

    Gespräch mit dir, kurze anonyme Befragung im Team, Blick auf die Abläufe. Am Ende steht ein Engpass, nicht zehn.

  3. 3

    System bauen

    Wir erarbeiten die Lösung mit deinem Team, gern im INQA-Coaching mit bis zu 80 % Förderung. Die Umsetzung gibt es auf Wunsch extra.

  4. 4

    Messen

    Wenige Zahlen, auf die du schauen musst. Daran siehst du, was wirkt, und wo der nächste Engpass liegt.

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FAQ

Häufige Fragen: Marketing für Handwerker

Was kostet Marketing für einen Handwerksbetrieb?

Das hängt davon ab, welche Kanäle du nutzt. Das Google-Unternehmensprofil kostet nichts, Empfehlungen und Baustellenfotos kosten vor allem Zeit. Geld fließt meist in Website, Fahrzeugbeschriftung, Anzeigen oder eine Agentur. Leg ein Budget erst fest, wenn du weißt, welche Kanäle dir heute schon Aufträge bringen. Sonst verteilst du Geld nach Gefühl.

Brauche ich Marketing, wenn ich eigentlich genug Aufträge habe?

Mehr Anfragen brauchst du dann nicht. Sinnvoll kann es trotzdem sein, gezielter an die Aufträge zu kommen, die zu dir passen, etwa mit klareren Angaben auf Website und Google-Profil. Fehlen dir eher die Leute als die Kunden, liegt dein Engpass woanders, und dein Geld ist bei der Mitarbeitersuche besser aufgehoben.

Wie gewinne ich als Handwerker neue Kunden ohne Agentur?

Mit den Kanälen, die du selbst pflegen kannst: ein vollständiges Google-Unternehmensprofil, eine Website mit klarem nächsten Schritt, eine feste Routine für Empfehlungen und ein Fahrzeug, das zeigt, was ihr macht. Dazu notierst du bei jeder Anfrage die Quelle. So siehst du nach ein paar Monaten, was trägt, und brauchst für vieles keine Agentur.

Lohnen sich Anzeigen bei Google oder auf Social Media für Handwerker?

Manchmal, aber erst als zweiter Schritt. Anzeigen bringen Besucher, keine Aufträge. Wenn Website und Profil aus Besuchern keine Anfragen machen und niemand die Anfragen zügig bearbeitet, verbrennst du Geld. Teste Anzeigen deshalb erst, wenn die Grundlage steht, mit einem klaren Ziel und einer Obergrenze, und miss, was daraus wird.

Wie viel Zeit muss ich für Marketing einplanen?

Weniger, als viele befürchten, wenn es feste Termine gibt. Statt spontan zu posten, legst du fest, wer was wann macht: Fotos auf der Baustelle nebenbei, ein Termin im Monat für Google-Profil und Website, die Frage nach Empfehlungen bei jeder Abnahme. Wichtiger als viel Zeit ist, dass es regelmäßig passiert.

Welche Rolle spielen Bewertungen im Marketing für Handwerker?

Eine wichtige, denn Bewertungen stehen im Google-Profil direkt neben deiner Telefonnummer. Bitte deine Kunden aktiv um eine ehrliche Bewertung, am besten direkt bei der Abnahme mit einem Link. Frag alle, nicht nur die, von denen du Lob erwartest, und biete keine Gegenleistung an. Beides verstößt gegen die Regeln von Google. Wie du dein Profil dafür einrichtest, steht auf der Seite zum Google-Unternehmensprofil.

Maximilian Rothenberger

Über den Autor

Maximilian Rothenberger

INQA-autorisierter Coach · B.Sc. Wirtschaftspsychologie

Selbstständiger Trainer und Coach seit 2016. Ich schaue mit Betrieben drauf, wo es bei Kunden oder Mitarbeitern hängt, und baue mit ihnen das System dazu. Was ich empfehle, nutze ich in meiner eigenen Firma selbst.

Inhalt geprüft am 5.10.2026

Weißt du, woher deine guten Aufträge kommen?

In 10 bis 15 Minuten schauen wir, ob dein Engpass wirklich bei der Sichtbarkeit liegt oder an einer anderen Stelle, und welcher nächste Schritt sich für deinen Betrieb lohnt.

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Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle Rechts‑, Steuer‑ oder Finanzberatung. Company Consulting bietet keine Rechts- oder Steuerberatung an. Für verbindliche Auskünfte wende dich an eine Steuerberatung, eine Anwaltskanzlei oder die zuständige Stelle (bei INQA: deine regionale Beratungsstelle). Alle Angaben ohne Gewähr.